Felix Klingler mit gutem Debüt bei HSG Konstanz.


Für Felix Klingler persönlich hätte der Einstand im HSG-Trikot kaum besser verlaufen können. Immer, wenn der pfeilschnelle Rechtsaußen an den Ball kam, wurde es gefährlich. Seine Quote in den ersten Minuten: ein Siebenmeter herausgeholt und vier Treffer bei vier Würfen. In der zweiten folgte ein weiterer, aber auch zwei vergebene Chancen und eine bittere 21:24 (10:11)-Niederlage der HSG Konstanz gegen den ASV Hamm-Westfalen zum Saisonauftakt.

Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas spricht der 24-Jährige Linkshänder über die Gründe für die knappe Niederlage, sein gutes Debüt in Konstanz und die nächste schwere Aufgabe in Düsseldorf.

Felix, wie bitter ist diese etwas unnötige Niederlage gegen einen guten Gegner?
Was heißt bitter, wir haben eine gute erste Halbzeit mit einer guten Abwehr gespielt. Natürlich haben wir einige freie Chancen ausgelassen, dennoch war die Leistung gut. Mit ein bisschen mehr Wurfglück gehen wir mit einer Führung in die Pause. Wir sind gut durchgestoßen und haben den Ball gut weitergespielt, sodass die Außen richtig im Spiel waren. Wir haben das ganze Spielfeld genutzt, während in der zweiten Halbzeit Außen und Kreisläufer komplett weggelassen wurden. Stattdessen haben wir versucht, uns durchzuwursteln. Das reicht gegen solch eine Mannschaft am Ende eben nicht, obwohl wir trotzdem die Chancen dazu hatten.

Wie beim 18:17 nach 13:16-Rückstand. Was war nach dem 19:18 los?
Ich weiß es auch nicht genau. Meines Erachtens war unser Spiel in der zweiten Hälfte viel zu stockend. Das Hauptproblem war, dass wir keinen Spielfluss mehr hinbekommen haben. Und aufgrund des guten Angriffs haben wir vor der Pause gar kein Gegenstoßtor bekommen, in der zweiten waren es dann sicher fünf Stück. Das hat natürlich mit unserem Angriff zu tun.

Sieben freie Chancen nicht genutzt: Guter Torwart oder Nervosität der Schützen?
Felix Storbeck hat sicher ein gutes Spiel gemacht. Der ist gut, wenn man den warmschießt, dann kann so etwas schon einmal passieren. Allerdings hat auch Konstantin Poltrum 16 Paraden und 40 Prozent gehaltene Bälle aufzuweisen, deshalb gleicht sich das auf dieser Position aus. Vergebene Chancen wird es immer geben, dazu sind die Torhüter in dieser Liga einfach zu gut. Dennoch: Es wäre mehr für uns drin gewesen, am Ende ist es einfach schade.

Die Angriffsleistung nach dem Seitenwechsel ärgert dich am meisten?
In der ersten Halbzeit haben wir es im Angriff sehr gut hinbekommen, in der zweiten gar nicht mehr. Das verstehe ich nicht. Wenn es in einem Spiel mal nicht läuft, das kann passieren. Aber wir haben gegen Hamm ja gute Lösungen gefunden gehabt und super gespielt. Wir sind noch nicht bei unserem vollen Leistungsvermögen und verlieren sehr unglücklich gegen eine starke Mannschaft. Das sollte uns Zuversicht geben, denn es war nicht alles schlecht. Wir haben viele gute Sachen gemacht, auf denen man aufbauen kann. Der Fokus liegt nun auf Düsseldorf.

Bist Du persönlich mit Deinem Einstand in Konstanz zufrieden?
Ja, obwohl, wenn ich den letzten Gegenstoß noch reinmache, dann bin ich richtig zufrieden. Wenn ich den verwandele, ist noch etwas mehr drin. Das ärgert mich, gehört aber dazu.

Am Samstag geht es gegen einen sehr starken Aufsteiger aus Düsseldorf.
Von den Namen her haben sie gute Spieler mit viel Erst- und Zweitligaerfahrung, das steht außer Frage. Es wird schwer, doch wir fahren dorthin, um zu gewinnen. Die Punkte wollen wir unbedingt holen. Wir müssen einfach an die erste Halbzeit vom Spiel gegen Hamm anknüpfen. Die zweite war nicht, was Konstanz auszeichnet und was wir spielen wollen.

HSG Konstanz  ASV Hamm-Westfalen

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