Pünktlich zum 20-jährigen Bestehen der Handball-Gemeinschaft Oftersheim/Schwetzingen hatte Trainer Holger Löhr seine Drittliga-Spieler zum Vorbereitungsstart zusammengetroomel.


Am 1. Juli 1997 begann die gemeinsame Geschichte der Handball-Abteilungen des TV Schwetzingen und des TSV Oftersheim mit ihren etlichen Höhepunkten, aber auch Nackenschläge.

Ein Highlight war auf jeden Fall der zuletzt erreichte sechste Rang in der 3. Liga. Um überhaupt wieder in die Nähe einer solchen Platzierung zu kommen, ist nicht nur dem neuen Coach klar, dass bis zum ersten Pflichtspiel, dem Kräftemessen mit Bundesligist TSG Friesenheim in der ersten Runde des DHB-Pokals (19. August), für alle viel Arbeit ansteht. In der Woche darauf folgt das erste Saisonspiel (Dauerkarten-Reservierung unter hghandball.de).

Den Vorbereitungs-Auftakt bildete am damaligen Samstag der zweite Teil der Leistungsdiagnostik - der erste war direkt nach Rundenende absolviert worden. "Diese individuellen Testergebnisse lassen wir gerne positiv mit in die Planung einfließen", meint Löhr, sieht seinen vorläufigen Trainingsplan nicht in Stein gemeißelt. Denn in der trainingsfreien Zeit waren seine Jungs nicht untätig, hatten ihre Hausaufgaben zu erledigen. Nun steht das Zeugnis an und dann geht es wieder ans Eingemachte, sowohl in der Halle mit und ohne Ball als auch im Freien. Die jüngeren Akteure wurden schon in den letzten beiden Wochen zu schweißtreibenden Einheiten gebeten, den älteren war die Teilnahme freigestellt, was teilweise auch in Anspruch genommen wurde.

Turniere will Löhr nicht bestreiten, zumal einige davon in der Umgebung nicht mehr stattfinden. Stattdessen soll das Team sich in Freundschaftspartien auf die Saison einstimmen. So stehen Heddesheim, Viernheim, Nußloch und Großsachsen als Sparringspartner bereit (voraussichtlich 15., 19., 22. und 25. Juli), weitere könnten folgen. Genaue Anwurfzeiten und Austragungsorte sind aber noch nicht fixiert.

Erste Zwischenbilanz
Nach etwas über einer Woche hatte Löhr als neuer Coach des Drittligisten seine ersten Eindrücke gesammelt. Es war eine sehr abwechslungsreiche Woche, die auch etliche Erkenntnisse sowohl für ihn, seinen Trainerstab und auch die Jungs brachte. Für Löhr Anlass genug, eine erste vorläufige Bilanz zu ziehen.

Gleich zum Auftakt war es ja den Spielern ans Blut gegangen, ein zweiter Leistungstest mittels Laktat wurde bei Kooperationspartner Fitnessstudio Pfitzenmeier absolviert. Dessen Auswertung und der Vergleich mit jenem nach Saisonende wird aufzeigen, wer seine Hausaufgaben über die trainingsfreie Zeit wie bewältigt hat. In den Übungseinheiten, verteilt auf Sportplatz und Halle legt Löhr die Hauptbedeutsamkeit auf die Physis. „Aber wir arbeiten auch von Beginn an mit dem Ball“, betont der Ex-Nationalspieler. Hier sei der Schwerpunkt die Abwehr-Arbeit.

Und noch einmal ging es zurück zum „Pfitze“. Unter Leitung von Nadine Schmidt wurde freitags ein anspruchsvolles Trampolintraining absolviert, um andere Reize zu setzen. Zum Wochenabschluss wurde dann erst bei Sponsor TTM Internationale Spedition das obligatorische Mannschaftsfoto für die Spielzeit 2017/18 geschossen. Im Hof des Logistikers in Edingen-Neckarhausen posierten die Jungs vor den richtig dicken Brummern, setzten sich entsprechend in Szene.

Dann ging es ab nach Speyer zum nächsten Auftritt, diesmal mit Publikum. Beim TSV Speyer waren bei einem Benefizspiel pure handballerische Qualitäten gefragt, wenn auch nicht richtig gefordert. Nicht nur Löhrs Drittliga-Aktivisten erwiesen sich dem Gastgeber aus der Pfälzischen A-Klasse als haushoch überlegen (49:7). Auch C- und E-Jugend der HG hatten beim länderübergreifenden Vergleich die Nase vorn. Aber es ging ja primär um den guten Zweck, der Förderung der Jugendarbeit.

Die Zusammenarbeit, besonders im Nachwuchsbereich zwischen den beiden Vereinen soll aber auch weitergeführt und vertieft werden, betont Benjamin Eisensteck vom vorderpfälzischen TSV. Auf Übungsleiterebene schult Löhr die Kollegen von der anderen Rheinseite in speziellen Workshops. Ansonsten äußert er sich stellvertretend für sein Trainerteam bislang mit seiner Truppe zufrieden: „Die Mannschaft zieht gut mit, das bedeutet, sie zeigt ordentlich Einsatz.“ Diesen sollte sie dann am Wochenende auch wieder auf die Platte bringen, wenn es in einem Testspiel gegen die SG Heddesheim geht.

HG Oftersheim/Schwetzingen

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