Nach dem eher lockeren Heimauftakt gegen den Aufsteiger TuS 04 Dansenberg hat Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II nun einen richtig schweren Brocken vor der Brust.


Die Jung-Gallier gastieren am Freitag beim Zweitligaabsteiger TV Neuhausen/ Erms. Im ewig jungen Derby dürfte es ordentlich zur Sache gehen. (Freitag, 20 Uhr, Hofbühlhalle, Neuhausen). Denn auch die „Jungs“ aus dem Ermstal haben einen überzeugenden Start hingelegt, beim HC Oppenweiler/ Backnang konnte das Team des neuen Trainers Anel Mahmutefendic mit 28:22 gewinnen. Und dabei wusste man vorher nicht so genau, wo die neuformierte Mannschaft tatsächlich steht. Denn nach dem Abstieg aus der 2. Liga war ein kompletter Neuaufbau angesagt. Acht Spieler verließen den Club, acht neue Akteure, darunter auch den früheren Balinger Keeper Kai Augustin, galt es zu integrieren. Gemeinsam mit den arrivierten Kräften wie Ferdinand Michalik oder Tim Keupp hat der TVN wieder „eine schlagkräftige Truppe. Sie haben viele Spiele, eine breite Bank. Mit diesem Kader müssen sie oben mitspielen, alles andere wäre eine Überraschung“, so HBW-Trainer André Doster. „Neuhausen ist der klare Favorit.“ Denn „außerdem wurde im Verein Einiges umgekrempelt, das hat für eine gewisse Aufbruchstimmung gesorgt.“

Seine Mannschaft ist aber ebenfalls gut gerüstet für ein „rassiges Derby“. Beim überzeugenden 34:21 gegen Dansenberg zeigte der erneut verjüngte Kader seine Stärken, auch wenn der Trainer immer noch nicht mit allem zufrieden war. Die Abwehr um Keeper Jonas Baumeister stand sattelfest und auch beim schnellen Gegenstoß konnten insbesondere die flinken Außen überzeugen, doch im Abschluss fehlt noch die nötige Konsequenz und Präzision, „obwohl es gegen Dansenberg natürlich schon viel besser war.“ Der nächste Schritt dieser Entwicklung soll nun im Derby geschafft werden. Zwar fehlen dem Perspektivkader weiterhin René Zobel sowiedie A-Jugendlichen Tobias Heinzelmann und Yannick Bischoff, „doch wir sind nicht chancenlos.

“ Die Jung-Gallier können relativ entspannt nach Neuhausen fahren, denn: „Wir können - die müssen.“ Unter diesem Motto können Kapitän Julian Thomann & Co. befreit aufspielen, man hat nichts zu verlieren. „Wir müssen uns nicht verstecken, aber der Ball liegt bei Neuhausen. Und der TVN muss sich auch sicherlich erst noch an den Alltag in der 3. Liga gewöhnen.“

Mit der Außenseiterrolle können sich Mannschaft und Trainer anfreunden und rechnen aus dieser Position heraus durchaus den einen oder anderen Punkt aus. Es ist also angerichtet!

TV Neuhausen/Erms 
Zum Seitenanfang