Das wird kein leichter Gang für den HBW II.


Nach zwei Heimspielen mit äußerst überzeugenden und klaren Siegen möchte Handball-Drittligist HBW Balingen-Weilstetten II seinen Lauf nun auch auswärts weiter ausbauen. Doch die kommende Aufgabe hat es in sich: Bei der TGS Pforzheim gab es in der Vergangenheit stets hart umkämpfte und schwere Matches. (Dienstag, 17 Uhr, Berta-Benz-Halle, Pforzheim).

Gerne denkt man beim HBW II natürlich an die letzte Saison, als man im Frühjahr deutlich mit 30:23 die Oberhand behalten und die Goldstädter als Tabellenführer ablösen konnte. In dieser Saison sind beide Mannschaften erneut Tabellennachbarn, mit jeweils 6:4 Punkten in der erweiterten Spitzengruppe. Doch die Formkurve ist aktuell durchaus unterschiedlich: Während die Jung-Gallier zuletzt zweimal deutlich gewinnen konnten, musste die TGS im letzten Heimspiel eine bittere 31:37-Pleite gegen Nußloch einstecken. Dort zeigte sich die Abwehr löchrig wie noch nie, und das wollen die Jungs von André Doster nutzen. Denn bisher  war die Effektivität das einzige Manko, das der HBW-Coach zu bemängeln hatte: „Eine gute Abwehr und dann viel Tempo nach vorne – das hatten bisher alle unsere Spiele gemeinsam. Nur die Quoten im Angriff haben eben nicht gestimmt.“

Und die letzten Spiele haben viel Selbstvertrauen gegeben, „aber wir müssen unsere Leistung auch weiter bestätigen.“ Denn die Liga ist so eng zusammen gerückt wie seit Jahren nicht mehr. Und da ist der gute Start kein Ruhekissen, ist sich Doster sicher: „Wir haben jetzt 6:4 Punkte. Das ist eine gute Basis – mehr aber auch nicht.“ Da käme ein Erfolg beim Topteam in Pforzheim gerade recht und würde die Verantwortlichen deutlich ruhiger schlafen lassen. Denn die Konkurrenz hat am Wochenende durchweg gepunktet, der HBW II möchte jetzt am Feiertag nachziehen. Der ungewöhnliche Termin kam auf Wunsch des Gegners zustande. Damit gerät natürlich der gewohnte Ablauf der Spielvorbereitung für Trainer und Mannschaft etwas durcheinander, doch andererseits „tun die paar Tage mehr den angeschlagenen Spielern natürlich ganz gut“, nimmt Doster das Positive der Ansetzung mit.

Den Gegner betrachtet der Trainer mit viel Respekt – trotz des großen Umbruchs mit insgesamt 7 Abgängen, unter anderem Leistungsträger wir Martin Kienzle oder Daniel Sdunek. Doch „die haben immer noch genug Qualität im Kader, um auch dieses Jahr wieder ganz vorne mitzuspielen.“ Das gilt nicht zuletzt für die Torjäger Marco Kikillus und Florian Taafel, die im Vorjahr alleine für 331 und damit ein Drittel aller Pforzheimer Tore verantwortlich zeichneten. Ihre Kreise gilt es zu beschränken, aber die Abwehr ist in dieser Runde bisher eines der Prunkstücke des HBW II. Und so ist der Trainer guten Mutes: „Wir sind optimistisch, aber werden sie keinesfalls unterschätzen.“ Denn: „Sie haben bärenstarke Individualisten und sind unheimlich routiniert und abgezockt. Das wird richtig spannend.“

Personell ist das junge Team nahezu gleich aufgestellt wie vor Wochenfrist. Der Langzeitverletzte René Zobel ist weiterhin im Aufbautraining, sein Comeback wird noch ein paar Wochen auf sich warten lassen. Bei Tobias Heinzelmann und Yannick Bischoff ist ein Einsatz dagegen zumindest nicht komplett ausgeschlossen. Und so kann man optimistisch in die Goldstadt Pforzheim reisen. (Bild: Mario Ruminsky, HBW Balingen-Weilstetten)

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