Nach 8 Siegen in Folge unnötige Niederlage zum Abschluss am Bodensee.

Wie in der Meisterschafts-Saison zuvor, wollte es der Spielplan, dass die beiden Südbadischen Rivalen am letzten Spieltag sich nochmals am Bodensee gegenüberstanden. Dies nutzte der SG – Tross auch bereits im Vorfeld, um mit den Allensbachern die für beide Teams erfolgreiche Saison,  gemeinsam zu feiern und vor Ort zu übernachten.

Diese relaxte und entspannte Stimmung war auch wohl der Grund dafür, dass man von Beginn an nie die nötige Spannung für das letzte Spiel einer starken BWOL-Runde aufbrachte. Stand man noch zu Beginn der Partie wenigstens in der Abwehr einigermaßen sicher, blieben doch so manche Angriffsversuche einfach zu drucklos und ohne die nötige Konsequenz im Abschluss. Dennoch bleib man beim bis zum 4:6 noch am Drücker, vergab aber in dieser Phase die Chance sich deutlicher abzusetzen, was der Allensbacher Bundesliga-Reserve die Option ermöglichte, nach dem 7:7 bis zur Halbzeit selbst mit 12:10 in Führung zu gehen.

Nach dem Wechsel vergab man dann reihenweise Großchancen gegen die gut aufgelegte Torhüterin Jule Gruber, bzw. ließ erneut den nötigen Zug zum Tor in den entscheidenden Momenten vermissen. Dies nutzten die Mädels um das Trainerduo Leenen/Harter, um ihrerseits den Vorsprung bis zum 20:14 deutlich und in der 52. Minute vermeintlich vorentscheidend auszubauen. In einer letzten Auszeit appellierte dann die Trainer Bauer/Manz nochmals an die zuletzt so sehenswerten Tugenden und den Willen der SG-Mädels und stellten die Abwehr nochmals extrem offensiv ein. Plötzlich war dann endlich die Mannschaft auf der Platte, die in den letzten Monaten für so viel Furore in der neuen Liga gesorgt hatte und man begann um jeden Ball zu fighten, was zu vielen Ballgewinnen und innerhalb von 6 Minuten zum umjubelten Ausgleich beim 21:21 führte.

Durch einige äußerst unglückliche Schiedsrichterentscheidungen gelang es dann leider (trotz 7. Feldspielerin) nicht, das Unentschieden zu halten, bzw. das erlösende 22. Tor zu erzielen. In erneuter Überzahl schafften die sympathischen Allensbacherinnen dann doch noch, die turbulente Schlussphase für sich zu entscheiden und damit ebenfalls einen guten 6. Rang in der Abschlusstabelle zu belegen. Diese weist mit dem 3. Rang, knapp hinter dem Aufstiegsplatz 2 für die Steinbacher und Kappler Mädels ein vor der Saison nie erwartetes Ergebnis der ersten Oberliga-Runde der Vereinsgeschichte aus, auf das alle Beteiligten mit Stolz blicken können und das auch Mut und Laune macht, für die nächste Saison in der Oberliga Baden-Württemberg.

SV Allensbach 2 - SG Kappelwindeck/Steinbach 23:21 (13:10)

SV Allensbach 2: Katja Allgaier (3), Ronja Holzmann, Selina Röh (8/5), Jule Wollny (1), Lisa Haab, Johanna Leenen (1), Lisa Maier (5), Lucy Dzialoszynski, Jasmin Moll, Sabrina Schmidt (1), Laura Epple (2), Laura Kayser (1), Elisa Singler, Julia Gruber (1); Trainer: Rainer Leenen

SG Kappelwindeck/Steinbach: Miriam Federau, Laetitia Quist (1), Fitore Aliu (3/2), Zoe Ludwig, Celine Baier (5), Kathrin Gerspach, Verena Keller (3), Stephanie Elies, Monja Lorenz - Anina Hodapp (2), Franziska Manz (1), Nathalie Droll (2) - Simone Falk (4/2) - Sarah Daul; Trainer: Arnold Manz

Schiedsrichter: Christian Gebele (TB Kenzingen), Timo Widmann (FT 1844)

Gelb: Ronja Holzmann (8.) (8:44), Lisa Maier (10.) (40:18) / Kathrin Gerspach (6.) (7:26), Simone Falk (8.) (9:33), Fitore Aliu (3.) (13:01)

Strafminuten: 6:12

2 Minuten: Jule Wollny (23:16), Laura Kayser (50:51), Lisa Maier (55:12) / Verena Keller (14:24), Simone Falk (18:46), Anina Hodapp (25:10), Laetitia Quist (28:47), Celine Baier (45:59), Franziska Manz (58:30)

Vergebene Siebenmeter: Selina Röh, Selina Röh / Simone Falk, Simone Falk

 SV Allensbach  SG Kappelwindeck/Steinbach

 

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