Als am Sonntagmorgen um halb zehn der TV Weingarten auf Grund Krankheit einiger Spielerinnen absagen musste, war zunächst guter Rat teuer.

 

 



 


Es galt das Turnier in irgendeiner Form zu retten. Schließlich einigten sich die Beteiligten auf den Modus jeder gegen jeden und jeweils zwei mal 30 Minuten Spielzeit – ein Härtetest also. Auch auf Seiten des SVA II konnte man nicht komplett antreten, sei es durch Urlaub, Krankheit oder Verletzung. So musste Ronja Holzmann kurzfristig absagen auf Grund einer chronischen Entzündung, welche ihr für’s erste ein sechswöchiges Sportverbot einbrachte. Nun, positives gibt es auch zu vermelden, so hat Lucy Dzialoszynski nach gut einem halben Jahr Verletzungsbedingter Pause wieder ihr Debüt gegeben und das zur Zufriedenheit von ihr selbst und ihrer Trainer. Was aber das wichtigste dabei war ist, dass der „Arm“ gehalten hat.

Im ersten Spiel des Tages trafen dann die Mädels des SVA, Zweite gegen Dritte, aufeinander. Die Dritte, gerade eben erst in die Landesliga aufgestiegen, sah sich dem doch teilweise recht hohen Tempo der Zweiten nicht gewachsen. In schöner Regelmäßigkeit fielen die Tore für die BWOL Mädels. Trotzdem, wenn es etwas zu bemängeln gab, dann die teils doch recht Leichtsinnig vergebenen Torchancen, vor allem zu Beginn des Spiels. Auch die Dritte konnte sich durchaus das ein oder andere Mal Prima in Szene setzen, blieb aber allzu oft eben nur zweiter Sieger. Am Ende ein sehr deutlicher Erfolg der Zweiten (38:14). Trainer Andy Spiegel nach dem Spiel gefragt sagte, dass er zwar mit der sehr hohen Niederlage leben kann, nicht aber mit dem Rückzugsverhalten seiner Mädels. Hier sieht er noch großen Handlungsbedarf.

Nach gut einer halben Stunde Pause musste die Zweite gleich wieder ran. Diesmal gegen den TV Uster aus der Schweiz, die aktuell ihr Trainingslager in Allensbach verbringen. Uster spielt in der Schweiz in Liga eins, was in Deutschland in etwa der Dritten Liga entspricht. Also war man gespannt, wie sich unsere Mädels gegen die Schweizerinnen schlagen würden. Uster steckte das Trainingslager in den Knochen und SVA Mädels das vorangegangene Spiel. Nun, Allensbach begann recht gut, konzentriert und sehr präsent. Die erste Viertelstunde war gespielt, der Spielstand 10:5 für Allensbach. Das war so nicht erwartet worden. 17:8 bei Halbzeit – ein Indiz für gute Abwehrarbeit, vor allem aber die schnellen Tempogegenstöße führten das ein oder andere Mal zum Erfolg. Auch in Halbzeit zwei wussten die SVA Mädels zu überzeugen. Jule Gruber im Kasten der SVA Mädels „entnervte“ die Gegnerischen Werferinnen des Öfteren mit guten Paraden. Da das „muntere Durchwechseln“, - alle Spielerinnen bekamen ihre Einsatzzeiten, nicht zum großen Einbruch der Leistung führte, stand am Ende ein verdienter Erfolg unserer Zweiten über den TV Uster zu Buche (27:23).

Nach einer weiteren 30 minütigen Pause dann das Spiel TV Uster gegen SVA III. Schnell hatte Uster ein paar Tore vorgelegt und man war geneigt zu der Annahme, dass sich Uster nun für die vorangegangene Niederlage rehabilitieren wollte. Da hatten aber die Spielerinnen der Dritten ganz offensichtlich etwas dagegen und rafften sich auf zu einer durchaus sehenswerten Leistung. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit war der Gleichstand wieder hergestellt und so ging es dann auch in die Pause (14:14). Auch in den zweiten dreißig Minuten war man auf Augenhöhe, konnte Uster richtig fordern, doch am Ende hatten die Schweizerinnen knapp die Nase vorn (24:23). Trotz allem war Trainer Andy Spiegel mit der Leistung seiner Mädels in Summe gesehen zufrieden, gibt aber zu, dass noch eine Menge Arbeit auf seine Mannschaft wartet um die gesehenen Schwachstellen in den Griff zu bekommen.

Alles in allem gesehen ein  kleines aber feines Turnier bei dem die Zweite des SVA am Ende die Nase vorne hatte. (Bilder: SV Allensbach)

SV Allensbach

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