Wieder kein Heimsieg für den HGW beim 30:33 gegen den TSV Weinsberg. Sie scheinen langsam ein Albtraum zu werden, die ersten Minuten nach der Pause.

Wieder einmal kamen die HGW wie gelähmt aus der Kabine. Innerhalb von 4 Minuten war aus der 16:13 Halbzeitführung ein Remis zum 16:16 geworden und hätte Nebosja Nikolic nicht reihenweise bei den besten Möglichkeiten der Gäste sein ganzes Können aufgeboten, wäre die Partie schon in den Anfangsminuten der zweiten Hälfte verloren gewesen. Schon zwischen der 20. und 30. Minute war es der HGW Torwart, der seinem Team die Vorlagen geschaffen hatte, um von 9:12 auf 16:13 in Front zu ziehen.

Aber schon in Halbzeit eins war zu erkennen, dass die Gastgeber einfach nicht sattelfest genug waren, die individuell starken Angreifer erfolgreich zu bremsen. Etwas besser wurde es als, Michael Bohn auf eine 5:1 Formation umbaute. Im Angriff beschränkte sich das Tore Werfen überwiegend auf Timo Spraul, 7 Treffer, Maximilian Schulz, 4 Tore im ersten Abschnitt. Mit Beginn der zweiten Hälfte nahm Weinsberg den überragenden Timo Spraul in Manndeckung. Trotzdem war er mit zwei weiteren Treffern an der erneuten 20:17 und 21:18 Führung für den HGW beteiligt.

Doch statt abgeklärt weiter die Gäste unter Druck zu setzen, bestrafte man sich mit zwei Strafzeiten wegen Meckerns. Dass Weinsberg die sechs gegen vier Überzahl zu seinen Gunsten nutzte, war der Anfang vom Ende. Ab der 44. Minute entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit wechselnden Führungen, wobei aber die Gäste bei der körperlichen Präsenz eindeutige Vorteile hatten.  Zwei Holztreffer für den HGW und zwei frei vergebene Chancen beim Spielstand von 28:30, die Sache war erledigt. Hofweier war lange Zeit ans Limit gegangen, musste aber aufgrund mangelnder Alternativen in Rückraum und Spielaufbau, Luca Barbon fehlte erkältungsgeschwächt, die Punkte den Gästen überlassen. Da half auch ein starker Auftritt von Patrick Herrmann, Mitte der zweiten Hälfte für den angeschlagenen Nikolic ins Tor gekommen, nichts mehr. Bei Weinsberg waren Sven und Jan König Dreh- und Angelpunkt.

Sie waren einfach nicht in den Griff zu bekommen.

Beim HGW gilt es zu hinterfragen, warum unmittelbar nach der Pause stets ein Leistungstiefpunkt zu verzeichnen ist und wie sich das ändern lässt. Mit drei Spielen, in Konstanz, daheim gegen Plochingen und Kornwestheim,  gestaltet sich die erste Novemberwoche zudem extrem schwierig und aufwändig.

Spielverlauf: 0:1, 1:1, 1:2, 2;2, 2:4, 3:4, 3:5, 5:5, 5:6, 6:6, 6:8, 7:8, 7:9, 8:9, 8:10, 9:10, 9:12, 12:12, 12:13, 16:13,
16:17, 20:17, 20:18, 21:18, 21:21, 22:21, 22:23, 24:23, 24:25, 25:25, 25:27, 26:27, 26:30, 28:30, 28:31, 29:31, 29:32, 30:32, 30:33.

HGW Hofweier - TSV 1866 Weinsberg 30:33 (16:13)

HGW Hofweier: Nebojsa Nikolic, Patrick Herrmann, Eike Neff, Michael Bohn - Maximilian Schulz (5), Henning Einloth (1), Stefan See (1), Luca Barbon, Timo Spraul (11), Lukas Schade (1) - Roman Einloth (2), Tim Stocker (2), Steffen Gambert (1) - Boris Schnak, Timo Häß (6/3); Trainer: Michael Bohn

TSV 1866 Weinsberg: Nicolai Fasano, Maximilian Schulze (4), Rico Reichert (4), Marc Leinhos, Axel Schwerdtle, Michael Frisch, Jan König (7), Felix Reichert, Sven König (6/1), Alexander Ruck (4/1), Alexej Prasolov (3), Roland Kroll (5/1), Dennis Geiger; Trainer: Markus Kübler

Schiedsrichter: Sebastian von Briel (TSV Alemania Freiburg Zährigen), Dirk Dr. Baustert (TSV Alemania Freiburg Zährigen)

Zuschauer: 175

Gelb: Lukas Schade (5.) (4:26), Steffen Gambert (3.) (7:27), Maximilian Schulz (12:16), Michael Bohn (4.) (30:31) / Sven König (3.) (13:37), Alexej Prasolov (4.) (14:05)

Rot (3 Zeitstrafen): Lukas Schade (51:05) / -

Strafminuten: 12:10

2 Minuten: Maximilian Schulz (14:48), Lukas Schade (18:00), Maximilian Schulz (23:38), Lukas Schade (30:31), Timo Häß (41:08), Timo Spraul (42:55) / Maximilian Schulze (11:25), Felix Reichert (25:46), Roland Kroll (27:45), Rico Reichert (39:44), Jan König (58:45)

Vergebener Siebenmeter: - / Sven König

HGW Hofweier  TSV Weinsberg

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