Markus Simowski geht seinen Trainerjob beim TV Willstätt realistisch an.


Der A-Schein Trainer hatte nach 14 Jahren Trainergeschäft eine einjährige Pause genommen, um die Akkus wieder aufzuladen, dazu kam noch, dass Simowski nach 10 Jahren Bundesliga-Handball 2003 fast nahtlos als Trainer einstieg. „Irgendwann waren die Akkus leer“, meinte Simowski.

Nun sind die Akkus wieder geladen, Simowski voller Tatendrang. „Die Aufgabe beim TV Willstätt hat mich gereizt“, meint der Trainer, der so wie er sagt, ein ausgezeichnetes Team um sich hat, zu dem Freddi Beker als Betreuer, Rudi Fritsch als Teammanager, Michael Hentschel als Athletiktrainer und Physiotherapeut sowie „Popper“ Hans Peter Fries als Torwarttrainer gehört. Er möchte einen anderen Weg als bisher mit der Mannschaft gehen auch wird die Struktur eine andere sein als zuvor. Sein Bestreben ist es, die jungen Spieler mehr mit einzubeziehen.

Eines jedoch will er überhaupt nicht: Etwas erzwingen
Simowski ist der Ansicht, die Spieler müssen Handball spielen wollen, daher ist es sein Bestreben, jeden einzelnen von ihnen zu sensibilisieren. In Willstätt haben sie neben einer guten Trainingshalle, einem Fitnessraum auch die besten Möglichkeiten des Relaxens und er sieht es als eine Pflicht der Spieler an dafür ihre beste Leistung als Spieler zu geben.

„Natürlich weiß ich auch, dass nicht jedes Spiel gewonnen werden kann, doch grundsätzlich muss in jedem Kopf der Wille stecken, bei einem Spiel alles zu geben, was nur möglich ist, sozusagen die beste Leistung abzurufen. Man muss kämpfen, auch wenn der Gegenüber besser ist als man selbst. Dann kann man wenigstens nach dem Spiel sagen, auch nach einer Niederlage, wir haben alles gegeben“. Dahin will der Chefcoach jeden einzelnen der Spieler bringen. Er möchte zwar gute individuelle Spieler haben, die dann zu Einzelspielern werden, wenn es der Mannschaft nicht möglich ist, als Ganzes zu agieren. „Vor allem müssen die Spieler des TV Willstätt das Interesse haben, eine Mannschaft zu sein. Denn, es geht nur zusammen“.

„Ich für mein Teil möchte mich nach jedem Spiel noch im Spiegel ansehen können und sagen können, ich habe alles gegeben was ich konnte. Dahin möchte ich jeden einzelnen Spieler bringen, denn dann funktioniert das Zusammen auch“, ist Simowski überzeugt.

Die Vorbereitung auf die Saison 2017/2018
Damit ist der TV Willstätt voll im Gange. Simowski setzt hier auf eine gute Deckung, schnelles Spiel und eine gute 2. Welle zu trainieren. Dazu gehören 4-5 Mal Trainingseinheiten pro Woche, wobei der Coach auch eine vollzählige Beteiligung setzt. „Natürlich schieben wir auch Testspiele ein. Am Ende der Vorbereitungszeit wird es ein Turnier, den Hilzinger – Cup geben. Das Turnier findet am 26.08. 2017 in Willstätt in der Hanauerlandhalle statt. Es treten folgende Teams gegeneinander an:

Gruppe A Gruppe B
TV Willstätt HGW Hofweier
Sélestat Alsace Handball POC Plobsheim Olympic Club Handball
TV Oberkirch TuS Schutterwald
HC Hedos Elgersweier SG Köndringen/Teningen II
Überraschungsteam TS Kehl

Das Turnier beginnt um 12:00 Uhr und endet nach dem Spiel um Platz 1 um20:00 Uhr. Die Spielzeit beträgt je 25 Minuten (keine Halbzeit, keine Seitenwechsel. Es wird nach den Regeln des SHV/DHB gespielt)

Sein Ziel ist kurz und knapp
Positiv Spielen, damit die Zuschauer wieder zufrieden sind und die Mannschaft als achten Spieler unterstützen. Die Liga (BWOL) muss gehalten werden. An Aufstieg denkt er im Augenblick gar nicht, sein Ziel ist es aus den guten Einzelspielern eine schlagkräftige Mannschaft zu formen die auch guten Handball spielen kann.

Zwei Neuzugänge kann der TV Willstätt bereits verzeichnen. Régis Matzinger als Rechtsaußen und Florian Fessler als Linksaußen, beider vom LA Schiltigheim.
Unbefriedigend ist jedoch bisher die die Suche nach einem geeigneten Tormann für den TVW geblieben.

Auch Rudi Fritsch, als Teammanager, bringt seine Ideen mit in die Vorbereitungsphase ein. So hat er den A-Jugendspielern der ehemaligen SG Meißenheim/Nonnenweier angeboten, das Training, so oft wie wollen mit zu machen. Sein Gedanke bei dem Angebot ist die Tatsache, dass sich die ehemaligen A-Jugend-Spieler daran gewöhnen können nur noch mit „Herrenmannschaften“ zu trainieren und zu spielen. „Auch wenn die Jungs bei den Herren Spieler der ersten oder zweiten Mannschaften hin und wieder eingesetzt werden, ist es doch was anderes wenn sie es dauerhaft spielen. Und wir geben ihnen die Gelegenheit das Training hier anzunehmen, wenn sie wollen“ teilt Rudi Fritsch mit.

TV Willstätt

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