TuS Steißlingen – SG Lauterstein 26:29 (9:18). Der TuS Steißlingen muss eine erste Heimniederlage hinnehmen und verliert gegen die SG Lauterstein mit 26:29.

Dabei verspielt der TuS alle Chancen auf einen Sieg schon in der ersten Halbzeit, die Aufholjagd im zweiten Spielabschnitt reicht am Ende nicht für einen Punktgewinn.

Ohne den angeschlagenen Maurice Wildöer ging der TuS in das Spiel und musste von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen. So hatte Steißlingen sichtlich Mühe gegen die extrem defensive 6:0-Abwehr der Lautersteiner und fand zu selten den Torabschluss. Zwar konnte man einige Male Kreisläufer Lennart Sieck freispielen, jedoch war es insgesamt zu wenig Druck auf die Schnittstellen in der Abwehr. Lauterstein hingegen trat auf wie eine erfahrene Oberligamannschaft auf und ließ sich von der offensiven 3:2:1-Abwehr des TuS nicht aus der Ruhe bringen. Konsequent spielten die Gäste einen schnellen Ball und führten schnell mit 3:7 (13. Minute), was TuS-Trainer Jonathan Stich dazu zwang, schon früh seine Timeout zu nehmen. Doch auch danach fanden die Steißlinger kein Mittel gegen die Defensive der SG und Lauterstein zog Tor um Tor davon. Mit einem Treffer durch SG-Spieler Steffen Nägele betrug der Abstand erstmals zehn Tore (5:15, 25. Spielminute) und es bahnte sich ein Debakel an. Bis zur Pause stabilisierte sich Steißlingen dann noch etwas und ließ den Vorsprung nicht mehr größer werden. Nichtsdestotrotz ging es mit dem ernüchternden Ergebnis von 9:18 in die Kabine.

Es wartete also eine Mammutaufgabe für den TuS in der zweiten Halbzeit, hatte man sich aber diesen Rückstand auch mit der bis dato schlechtesten Saisonleistung selbst eingebrockt. Aufgeben war aber gerade vor heimischem Publikum keine Option für den TuS und man nahm sich vor, bis zum Schlusspfiff zu kämpfen. Im Angriff lief es nun etwas besser und vor allem über die zweite Welle kam der TuS zum Erfolg. Mit einem Tor durch Youngster Louis Rothkirch kamen die Hegauer wieder auf fünf Tore zum 16:21 (38. Minute) etwas heran und es keimte ein wenig Hoffnung auf. Auch die Defensive des TuS schien nun aufzuwachen und brachte die Gäste des Öfteren ins Zeitspiel. Tor um Tor verkürzte der TuS angepeitscht von den Fans den Rückstand und so konnte man tatsächlich den Anschlusstreffer zum 24:25 (55. Minute) erzielen. Auf einmal war wieder alles möglich, doch Lauterstein agierte in der Schlussphase einfach cleverer und ruhiger als der TuS. Während Steißlingen seine Chancen im Angriff nicht nutzte oder einen technischen Fehler machte, netzte Lauterstein selbst souverän ein und gewann am Ende auch verdient mit 26:29. „Das war heute vor allem in der ersten Halbzeit viel zu wenig von uns. Vor allem als Aufsteiger können wir uns solche schwachen dreißig Minuten in heimischer Halle nicht leisten. Nun müssen wir schnell das Spiel abhaken und uns auf Baden-Baden konzentrieren“ zeigte sich Kapitän Stefan Maier selbstkritisch nach dem Spiel. Eine zweifelsohne bittere Niederlage für den TuS, doch die Köpfe müssen nun schnellstmöglich wiederaufgerichtet werden, wartet am Tag der deutschen Einheit doch bereits der nächste Gegner.

Um 16:30 Uhr trifft Steißlingen dann auf den angesprochenen starken TVS Baden-Baden, dem aktuellen Tabellenzweiten der Oberliga. Die Gäste starteten stark in die Saison und mussten sich lediglich dem Ligaprimus aus Herrenberg zu Hause am zweiten Spieltag mit 28:32 geschlagen geben. Ansonsten gab es drei Siege für den TVS, wobei der Sieg gegen den TV Willstätt am letzten Spieltag der wohl überzeugendste war. Gegen den bis dato ungeschlagenen TV gewann man zu Hause nach einer überragenden zweiten Halbzeit mit 39:29 und schob sich so auf den zweiten Tabellenplatz nach vorne. Steißlingen muss sich daher auf eine eingespielte Mannschaft vorbereiten, welche eine offensive 3:2:1-Formation spielt und nur schwer zu überwinden ist.

Selbst muss der TuS sich wieder auf seine Stärken besinnen und das Spiel gegen Lauterstein schnell aus dem Kopf bekommen. Gegen Baden-Baden wäre eine ähnliche Leistung wie in der ersten Halbzeit noch fataler und man würde sicher nicht mehr eine solche Aufholjagd starten können. So geht das Team von Trainer Jonathan Stich als klarer Außenseiter in das Spiel, kann aber an einem guten Tag sicherlich auch eine Überraschung gegen die Spitzenmannschaft aus Baden-Baden landen. Bis zu dem Spiel am Tag der deutschen Einheit sollten dann auch alle Blessuren wieder ausgeheilt sein und Trainer Stich kann auf nahezu alle Spieler wieder zurückgreifen.

TuS Steißlingen - SG Lauterstein 26:29 (9:18)

TuS Steißlingen: Dominik Walter, Leon Sieck, Simon Hautmann (2), Lennart Sieck (1), Mike Nägele, Jonathan Stich - Martin Kornmayer (1), Claudio Gattinger, Marvin Storz (1), Louis Rothkirch (3) - Timo Ströhle, Manuel Dreher (2), Matthias Biedermann (6), William Gaus (7/5) - Stefan Maier (3); Trainer: Jonathan Stich

SG Lauterstein: Marco Wiche, Matthias Nagel, Christian Stuber (6), Fabian Lackinger, Tobias Schmid, Patrick Kümmel, Lucas Lenz (3), Max Dangelmaier (4), Stephan Mühleisen (3), Lars-Henrik Walther - Jochen Nägele (10/4), Steffen Nägele (1), Markus Stuber, Jonas Villforth (2); Trainer: Lars-Henrik Walther

Schiedsrichter: Markus Lipps (SG Pforzheim), Felix Maertin (MTV Karlsruhe)

Zuschauer: 500

Gelb: Matthias Biedermann (2.) (1:11), Stefan Maier (4.) (4:40), Martin Kornmayer (12:17), Jonathan Stich (47:04) / Stephan Mühleisen (3.) (2:22), Steffen Nägele (2.) (8:47), Lucas Lenz (2.) (11:32), Lars-Henrik Walther (30:00)

Rot (3 Zeitstrafen): - / Fabian Lackinger (58:12)

Rot Disqualifikation: Timo Ströhle (59:37) / -

Strafminuten: 12:14

2 Minuten: Louis Rothkirch (27:49), Simon Hautmann (41:01), Louis Rothkirch (43:03), Stefan Maier (52:33), Timo Ströhle (55:46), Simon Hautmann (58:32) / Markus Stuber (16:52), Fabian Lackinger (30:00), Lars-Henrik Walther (30:00), Steffen Nägele (55:15), Jonas Villforth (55:46), Fabian Lackinger (58:12), Lucas Lenz (58:50)

Vergebene Siebenmeter: William Gaus / Jochen Nägele


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