Die SG Leutershausen bleibt weiterhin verlustpunktfrei.


Die „Roten Teufel“ besiegten am Samstagabend die U23-Auswahl des HC Erlangen mit 29:22 — und stehen nun mit 6:0-Zählern an der Spitze der Tabelle in der 3. Liga Ost.

„Ich bin jetzt natürlich überglücklich. Nach drei gewonnenen Spielen kann man nun so langsam sagen, wir sind in der Liga angekommen. Die Punkte waren aber alle hart erarbeitet“, bilanzierte SGL-Cheftrainer Marc Nagel unmittelbar nach Abpfiff. Die „Roten Teufel“ waren von Beginn an wach in der Deckung. Zwei Ballgewinne, zwei Gegenstöße — 2:1, die erste SGL-Führung der Partie durch Sascha Pfattheicher (4.). Im Angriff war die Nagel-Truppe noch zu inkonsequent im Abschluss, generell fielen wenige Tore — die 4:3-Führung nach einer Viertelstunde war bezeichnend für den nervösen Beginn, SGL-Chefcoach Marc Nagel nahm die Auszeit. Danach stellten die Jungs von der Bergstraße die Abwehr um, Niklas Ruß sollte nun offensiv das Angriffsspiel des HCE stören — und das machte sich bezahlt: 8:5, die Führung wurde größer (21.). Doch so richtig absetzen konnten sich die „Heisemer“ nicht, mit einem 13:10-Halbzeitstand ging es in die Pause.

Die Abschlüsse aber wurden nicht präziser, Erlangen kämpfte sich nach dem Seitenwechsel Tor um Tor an die „Roten Teufel“ heran — den Bayern gelang zwischenzeitlich sogar der Anschlusstreffer. Dafür wurde Alexander Hübe im SGL-Kasten immer stärker, vorne traf Ruß am Fließband, die SGL war wieder mit 18:14 in Front (40.). Als dann die SGL in doppelter Unterzahl spielen musste — Yannick Stippel und Maximilian Rolka mussten vom Feld — traf der überragende Mittelmann Philipp Bauer nach einer starken Einzelleistung: 21:14, eine frühe Vorentscheidung. Nagel wechselte durch, gab auch den jungen Spielern wichtige Einsatzzeiten — auch für Hübe war der Arbeitstag beendet, Jörn-Thore Döding kam für ihn in die Partie.

Letztendlich war der Heimsieg der „Roten Teufel“ nicht mehr gefährdet. Ruß war mit zehn Treffern erfolgreichster Schütze, Jaeger traf sechsmal. „Für mich gehört die SG Leutershausen in die zweite Liga“, so Gästetrainer Helmut Hofmann, „wir wollten sie ein bisschen ärgern. Dabei sind uns ein paar Dinge gut gelungen, einige nicht so gut — am Ende hat das dann eine klare Entscheidung hergeführt.“

Nagel war zufrieden mit der Leistung seiner Jungs: „Zeitweise haben wir heute mit vier A-Jugendspielern agiert, auch das habe ich in meiner Zeit hier noch nicht erlebt — und wenn ich dann auf das Ergebnis schaue, dann bin ich schon stolz, das war sehr gut. Klar ist aber auch, dass wir noch Potential nach oben haben.“

SG Leutershausen: Hübe, Döding — Ruß (10/7), Pfattheicher (4), Jaeger (6), Stippel (2), Bauer (5), Karpstein (2/1) Strafminuten: Kubitschek (4), Ruß (2), Cirac (2), Rolka (2), Stippel (2), Jaeger (2).

SG Leutershausen  HC Erlangen

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