Junglöwen wollen sich beim Final-Hinspiel in Berlin gute Ausgangsposition verschaffen.


Am Pfingstsonntag (16 Uhr) ist es soweit: Die B-Jugend der SG Kronau/Östringen bestreitet Teil eins der beiden Endspiele um die Deutsche Meisterschaft gegen die Füchse Berlin. Zunächst treten die Junglöwen im Fuchsbau in Berlin an. Gespielt wird in der Lilli-Henoch-Sporthalle, Anpfiff ist um 16 Uhr. Diese Partie und auch das Rückspiel eine Woche später am Sonntag, 11. Juni um 16 Uhr in der Stadthalle Östringen werden live in sportdeutschland.tv übertragen. Angespornt durch die Deutsche Meisterschaft der Rhein-Neckar Löwen will die SG den großen Löwen nacheifern. Zunächst aber ist ein guter Auftritt in der Bundeshauptstadt gefordert. Ein gutes Ergebnis soll die Grundlage für das Rückspiel in Östringen bilden.

Die B-Jugend der SG Kronau/Östringen bekam zu Beginn der Saison 2016/17 ein vollkommen neues Gesicht. Die Spieler, die im letzten Jahr das Halbfinale erreicht hatten, rückten in die A-Jugend hoch, so dass das Trainergespann Daniel Meyer und Tobias Knaus schnellstmöglich eine neue Mannschaft formen mussten.  Mit acht Neuzugängen von fremden Vereinen und vielen Spielern, die aus der eigenen Jugend nachrückten, war dies gewiss keine leichte Aufgabe. Doch schon zu Beginn der Spiele in der Baden-Württemberg-Oberliga zeigte sich, dass die Junglöwen schon frühzeitig auf dem richtigen Weg waren. Von Partie zu Partie konnte man erkennen, dass sich eine richtig gute Mannschaft entwickelte. Bis zur Halbzeit der Runde führten die Gelbhemden aus dem Kraichgau die Tabelle ohne Verlustpunkt an und hatten dabei so renommierte Teams wie JSG Balingen-Weilstetten oder SG Pforzheim/Eutingen hinter sich gelassen. Auch in der Rückrunde blieben die Schützlinge von Trainer Meyer in der Erfolgsspur und sicherten sich mit weißer Weste die Meisterschaft Baden-Württembergs.

In der Zwischenrunde mussten sich die Junglöwen mit den Nachwuchsteams des HSC 2000 Coburg und TV Hüttenberg auseinandersetzen. Daniel Meyer hatte seine Jungs auf die Partien sehr gut eingestellt und ging mit seiner Sieben ungeschlagen als Sieger hervor. Die Mannschaft aus Hessen forderte die Junglöwen vor allem in der Begegnung in Hüttenberg, aber die Gelbhemden zeigten eine mannschaftlich geschlossene Leistung und erreichten als Gruppensieger ins Halbfinale. In einer handballerisch auf hohem Niveau geführten Partie erwies sich der baden-württembergische Meister im Hinspiel als die klar bessere Mannschaft und besiegte die Ostwestfalen vom HSG Handball Lemgo mit 26:20. Das Ergebnis hätte bei einer besseren Chancenverwertung durchaus höher ausfallen können. Im Rückspiel haben die Badener zwar ihre erste Saisonniederlage einstecken müssen, die aber mit einem Tor Differenz zu knapp war, um den Einzug in das Finale noch zu gefährden.

Die Mannschaft bereitet sich aktuell mit ihren Trainern intensiv auf die beiden Begegnungen gegen die Füchse Berlin vor. Eine Reihe von Akteuren aus beiden Mannschaften kennt sich sehr gut von den DHB-Lehrgängen und den Jugendnationalteams. Die Junglöwen freuen sich auf die Finalspiele. Daniel Meyer gab für das erste Finalspiel sein Statement ab: „Die Vorfreude auf die Finalspiele ist bei uns riesig. Bob Hanning ist es mit den Füchsen Berlin vor einigen Jahren gelungen die Messlatte im Jugendleistungshandball deutlich höher zu legen. Die Souveränität mit der die Berliner Mannschaften auftraten wird aus meiner Sicht immer mehr in Frage gestellt. Die B-Jugend musste bereits gegen den Bergischen HC eine Heimniederlage hinnehmen und sich dem Team Sachsen-Anhalt im Länderpokal geschlagen geben. Wir werden den Berlinern auf Augenhöhe gegenüber treten und wollen mit einem Auswärtssieg in die Finalspiele starten.“  heka/es

AUF DEM BILD: Die B-Jugend der SG Kronau/Östringen - Foto Uwe Knebel (uwK)

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