Nachdem der TuS Steißlingen am letzten Wochenende die Punkte kampflos im Mindlestal behalten konnte, steht am kommenden Spieltag ein echtes Knallerspiel an.

In der Wolf-Eberstein-Halle in Muggensturm treffen dabei der absolute Topfavorit auf die Meisterschaft, die SG Muggensturm/Kuppenheim, und die Überraschungsmannschaft aus dem Hegau aufeinander. Beide Mannschaften liegen nach Verlustpunkten gleichauf, eine noch bessere Platzierung des Vereins aus dem Landkreis Rastatt verhindern lediglich die weniger bestrittenen Spiele.

Von der überraschenden Niederlage zuhause gegen die HSG Mimmenhausen/Mühlhofen abgesehen hielten sich die Muggensturmer bislang in eigener Halle und gegen Mannschaften aus dem breiten Mittelfeld der Liga absolut schadlos. Sehr souverän wurden alle lästigen Pflichtaufgaben erfüllt. Nur auswärts, bei den direkten Konkurrenten aus Sinzheim, Altenheim und Steißlingen, konnte die SG nicht gewinnen. Ganz anders die Steißlinger, die bisher zwar alle direkten Duelle mit den Topteams gewannen, sich jedoch immer wieder gegen schwächer einzuschätzende Teams sehr schwer taten.

In den Spitzenbegegnungen kam dem TuS vor allem zu Gute, dass der Druck des "gewinnen Müssens" eigentlich immer beim Gegner lag, die Steißlinger hingegen komplett befreit aufspielen konnten. Glaubt man Trainer Jonathan Stich, so ist das auch dieses Mal wieder der Fall: "Solche Spitzenspiele sind für uns etwas ganz Besonderes und wir sind glücklich, mit unserer jungen Mannschaft solche Erfahrungen sammeln zu können! Wir liegen voll im Soll und Haben nichts zu verlieren. Wirtschaftlich deutlich potentere Vereine wie Muggensturm etwas ärgern zu können ist für uns schon ein Riesenerfolg."

Die SG wurde zur aktuellen Saison komplett neu zusammengestellt und besticht durch einen sehr ausgeglichenen Kader, aus dem der beste Feldtorschütze der Liga, Julian Schlager, herausragt. Seine bestechende Form bewies er mit zuletzt zehn Toren beim nie gefährdeten 29:24 Auswärtssieg der SG beim TuS Schutterwald. Mit Kalman Fenyö sitzt zudem ein sehr erfahrener und ehrgeiziger Trainer auf der Bank, der immer wieder für die eine oder andere taktische Raffinesse gut ist. Bekannt ist Fenyö auch dafür, dass er einen attraktiven, schnellen Handball spielen lässt, der durch gegnerische Abwerreihen nur sehr schwer zu stoppen ist. Bislang gelang es im Saisonverlauf lediglich dem TuS im Hinspiel, den Angriff der SG unter 25 Gegentoren zu halten.

Eine ähnlich konzentrierte und rigorose Abwehrleistung wie in der Hinrunde wird von Nöten sein, wenn die Hegauer die Chance auf einen Punktgewinn wahren wollen. Die Rückrunden-Leistungen des TuS geben aktuell jedoch keinen Anlass zu übertriebener Euphorie. In allen Mannschaftsteilen konnte zuletzt nicht mehr an die starken Leistungen aus dem Herbst angeknüpft werden. "Einigen Spielern scheint die zwischenzeitliche Tabellenführung etwas zu Kopf gestiegen zu sein. Der Wille, alles für den Erfolg zu geben war zuletzt sowohl im Spiel als auch im Training nicht mehr sonderlich ausgeprägt", zeigt sich Stich unzufrieden mit der mentalen Einstellung seines Teams. Doch die Hoffnung des Trainers ist groß, dass sich der zuletzt negative Trend gegen einen der Lieblingsgegner der Steißlinger umkehren lässt: "Zum einen scheinen wir der SG überhaupt nicht zu liegen -  saisonübergreifend haben wir die letzten drei Begegnungen alle für uns entscheiden können. Zum anderen sind meine Jungs in den großen Spielen immer besonders motiviert! Wer weiß, vielleicht sind wir ja doch für eine Überraschung gut."

SG Muggensturm/Kuppenheim  TuS Steißlingen

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