U23 der HSG Konstanz startet mit Duell der Verfolger.


Nach der kurzen Spielpause startet die U23 der HSG Konstanz in die noch nicht beendete Hinrunde in der Südbadenliga gleich mit einem echten Kracher. Im Aufeinandertreffen des Tabellensechsten TuS Schutterwald gegen den siebtplatzierten Zweitliga-Nachwuchs vom Bodensee stehen sich zwei Verfolger im direkten Duell gegenüber. Der Sieger ist bei schon vor dem Spiel lediglich zwei beziehungsweise drei Punkten Rückstand auf den Tabellenersten ganz dick im Geschäft bei der Meisterschaftsvergabe.

„Wer gewinnt, bleibt dran“, meint auch HSG-Trainer Matthias Stocker. „Der Unterlegene verliert etwas den Anschluss.“ Deshalb ist die Marschroute für den ehrgeizigen B-Lizenzinhaber auch klar: „Wir wollen dieses Spiel gewinnen – wie jedes andere auch, obwohl wir wissen, wie schwer das in Schutterwald wird.“ Dass seine Mannschaft schon wieder richtig gut in Fahrt ist, hat sie am Mittwochabend mit einem deutlichen 33:24 (21:13)-Sieg beim Oberligisten TuS Steißlingen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. „Wir vor allem haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt“, lobte Stocker, wollte das deutliche Ausrufezeichen allerdings auch nicht überbewerten. Diese Leistung muss seine blutjunge Mannschaft nun auch in den Punktspielen kontant abrufen.

Vor allem an der Konstanz habe es jedoch vor der Spielpause immer wieder gefehlt, meint der 29-Jährige. „Wir hatten zu schwankende Leistungen“, sagt er, „die Statistiken zeigen, dass das, was wir im Angriff machen in Ordnung ist, aber fast 27 Gegentore pro Spiel sind eindeutig zu viel.“ Außerdem erwartet er eine Verbesserung der Chancenverwertung, dann, so Stocker, steckt großes Potenzial in seinem Team. Zumal nun zum ersten Mal in dieser Saison der Kader fast vollständig einsetzbar ist. Neben Jerome Portmann meldeten sich auch Kapitän Manuel Both und Samuel Wendel wieder fit. Groß ist die Freude, dass auch Michael Oehler – schmerzlich vermisster Abwehrchef im Konstanzer Zweitliga-Team – nach seinen Operationen im Sommer nach halbjähriger Pause sein erstes Saisonspiel absolvieren kann. „Man darf aber noch keine Wunderdinge von ihm erwarten, er kann jedoch für Entlastung sorgen“, bremst Stocker allzu große Erwartungen an Oehler, der wie Marius Oßwald schon für den TuS Schutterwald auflief.

Ex-Erstligist Schutterwald führte nach furiosem Start lange das Feld in der Südbadenliga an, hatte in den letzten drei Spielen vor der Pause jedoch drei Niederlagen in Folge zu verdauen und rutschte etwas ab. Stocker warnt dennoch eindringlich vor den Ortenauern: „Sie haben eine gute Mischung aus vielen jungen und einigen ganz erfahrenen Spielern.“ Damit ist vor allem Sacha Ehrler angesprochen, der lange Jahre zu den Leistungsträgern bei der SG Köndringen-Teningen in der 3. Liga zählte. Auch Christoph Baumann lief für die TGS Pforzheim schon in der 3. Liga auf, Felix Heuberger – Sohn des ehemaligen Bundestrainers Michael Heuberger – war ebenfalls schon höherklassig aktiv.

Nachdem nun nur noch Alexander Lauber verletzt ausfällt und sich die U23 der HSG, so lobt Stocker, schon direkt nach der Pause in gutem Zustand präsentierte, möchte der ehemalige Zweitligaspieler vor allem, dass „wir unbekümmert sind und mit ganz viel Spaß auftreten.“ In den Spielen vor der Pause hatte er den Eindruck, sein Team sei manchmal zu verbissen gewesen. Stocker: „Wir müssen es zum Vorteil machen, dass wir die jüngste und unerfahrenste Mannschaft der Liga sind und vom Müssen hin zum Wollen.“

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