U23 der HSG Konstanz mit starker Abwehr zu Ausrufezeichen.


Seit neun Spielen war der bisherige Tabellenzweite TuS Helmlingen ungeschlagen, in eigener Halle sogar zudem noch gänzlich unbesiegt. Der U23-Mannschaft der HSG Konstanz ist es gelungen, mit einer „sehr guten Leistung“, so Trainer Matthias Stocker, und einer bärenstarken Deckung beide Erfolgsserien der Ortenauer zu durchbrechen. Mit jetzt 18 Punkten und nach einigen unerwarteten Niederlagen der anderen Spitzenteams ist nun sogar wieder der Kontakt nach oben hergestellt.

Aufgrund von argen Verletzungssorgen – Jonas Löffler und Philipp Kunde mit Bänderrissen, dazu Alexander Lauber und Lukas Herrmann mussten ersetzt werden – sowie fast zeitgleichen A-Jugend-Bundesligaspiels und weil Rechtsaußen Jerome Portmann die ganze Woche über nicht hatte trainieren können, machte Matthias Stocker von der wegen der langen Spielpause in der 2. Bundesliga möglichen Einsätzen von Spielern aus der ersten Mannschaft Gebrauch. Torwart Maximilian Wolf sprang für Lukas Herrmann ein, Michael Oehler sammelte weiter Spielpraxis nach seiner halbjährigen Verletzungspause und Fabian Maier-Hasselmann sorgte auf der rechten Außenbahn für Gefahr und drei Tore.

„Es war der erwartet schwere Gegner, das erwartete Spitzenteam“, zollte Stocker dem Gegner und seiner Equipe nach einer hochklassigen, intensiven Partie gleichermaßen großen Respekt. Helmlingen hatte im heißen Schlagabtausch den besseren Start und führte nach zehn Minuten 4:3. Danach allerdings dominierten die Gäste vom Bodensee, die vor allem mit ihrer starken Abwehr und in Person von Maximilian Wolf einem guten Schlussmann beeindruckten. Gerade diese Trümpfe waren ursächlich für den Zwei-Tore-Vorsprung, der durch einen 3:0-Lauf zur 12:7-Führung wurde (25.). Durch die kompakte Defensive konnten die HSG-Talente zudem einige leichte Tore über die erste und zweite Welle erzielen. Im stehenden Angriff jedoch hatte Konstanz genauso seine liebe Mühe, sich gegen die nicht minder aggressive und gut arbeitende Helmlinger Deckung in Szene zu setzen wie dies auf der Gegenseite der Fall war.

In der zweiten Hälfte fehlten den Konstanzern diese leichten Treffer zusehendes, weshalb es nie gelang, „endgültig den Deckel draufzumachen. Wir sind nicht mehr so ins Tempo gekommen“, meinte der 30-Jährige. Helmlingen kam so immer wieder auf zwei Tore heran, Konstanz zog wieder auf vier davon. Als Manuel Both nach 43 Zeigerumdrehungen schließlich auf 20:15 erhöhte, fehlten für Stocker nur ein bis zwei weitere Tore für die Vorentscheidung. Diese gelangen allerdings nicht, stattdessen drehten die Gastgeber nach dem 24:21 durch Joschua Braun noch einmal auf, verkürzten auf 24:25 und kamen für die letzten sechs Sekunden gar noch einmal in Ballbesitz. „Die Chancen, das Spiel frühzeitig zu entscheiden waren da“, atmete der Konstanzer Übungsleiter tief durch. „Aber wir haben insbesondere in den letzten drei Minuten zu viele freie Chancen liegen gelassen.“

Aufgrund der starken Vorstellung, durchgängiger Führung nach der Anfangsphase und einer bärenstarken Abwehr dennoch ein verdienter Erfolg für Stocker. „Wir haben ein Topteam geschlagen, das stimmt zwar“, bremst der B-Lizenzinhaber aber sogleich wieder, „aber wir müssen locker bleiben. Unsere Schwankungen waren bisher einfach zu groß. Wir müssen alles mit Vorsicht genießen und die gleiche Leistung im nächsten Spiel bringen, um eine Siegchance zu haben.“ In zwei Wochen muss die U23 der HSG Konstanz dann in Sinzheim antreten, beim nächsten Spitzenteam. Stocker: „Bis dahin hoffen wir, dass einige Verletzte zurückkommen und angeschlagene Spieler, die zuletzt krank waren, wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sind.“

TuS Helmlingen - HSG Konstanz II 24:25 (9:12)

TuS Helmlingen: Maximilian Zimmer, Jan Parpart, Marius Wagner (2), Joel Kraus, Robert Kovács, Marc Müller (7), Steve Reichenberger, Tomasz Pomiankiewicz (3/1), Florian Wöhrle (9/2), Cedrik Lauppe - Timo Fritz - Mike Reichenberger (2) - Michael Zimmer-Zimpfer (1); Trainer: Dragi Paunovic

HSG Konstanz II: Maximilian Wolf, Jéróme Portmann (1), Michael Oehler (1), Pascal Mack, Samuel Löffler (3/1), Sven Gemeinhardt, Fabian Maier-Hasselmann (3), Luca Merz (1), Joschua Braun (6/3), Samuel Wendel (5) - Marius Oßwald (2), Manuel Both (3); Trainer: Matthias Stocker

Schiedsrichter: Oliver Janßen (BSV Phönix Sinzheim), Philipp Schäfer (BSV Phönix Sinzheim)

Gelb: Marius Wagner (9.) (14:16), Michael Zimmer-Zimpfer (8.) (30:38) / Manuel Both (5.) (9:05), Michael Oehler (2.) (9:46), Luca Merz (2.) (21:24)

Rot (3 Zeitstrafen): Marius Wagner (56:00) / -

Strafminuten: 6:6

2 Minuten: Marius Wagner (22:37), Marius Wagner (35:05), Florian Wöhrle (36:26) / Samuel Löffler (25:11), Manuel Both (26:56), Joschua Braun (54:54)

Vergebener Siebenmeter: Tomasz Pomiankiewicz / -

 

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