Online-Lehrgänge bisher wenig gefragt!


Die Coronakrise hat auch im Sport schwere Spuren hinterlassen, die Handballer sind da nicht ausgenommen. Aber nicht nur Vereine, auch die Schiedsrichtervereinigungen der vier Bezirke des Südbadischen Handballverbands, können momentan nur auf Sicht fahren. „Es ist eine nahezu unhaltbare Situation, vor allem was die Neulingsausbildung betrifft, da die Schiedsrichtervereinigungen und damit der komplette Handballverband auf Nachwuchs angewiesen ist“, erklärt Martin Jehle, der Schiedsrichterlehrwart des Bezirkes Offenburg/Schwarzwald. 

Demgemäß setzten sich die Schiedsrichterwarte der vier Bezirke unter Federführung des Verbandsschiedsrichterwarts Heiner Burger an einen Tisch (natürlich per Video) und erarbeiteten ein neues Konzept: Schiedsrichterneulingslehrgang on Demand.

Der Schiedsrichterneulingslehrgang wird nun in Zusammenarbeit aller vier Bezirke in verschiedenen Modulen via Videokonferenz angeboten. Ein Novum! Der erste Termin ist am 23. Juni.   

Allerdings zeigen sich die Verantwortlichen im Bezirk Offenburg/Schwarzwald sehr verwundert über die zurückhaltende Resonanz. Trotz allen Maßnahmen verzeichnete man gerade einmal zehn Anmeldungen. „Es ist daher jetzt schon absehbar, dass einige Vereine auch in der nächsten Saison ihre Schiedsrichtersoll nicht erfüllen werden können“, heißt es in der Mitteilung.

Diese „Corona-Lethargie“ könnte sich in den nächsten Jahren bei den Vereinen rächen. Wie auf dem Verbandstag 2019 bekanntlich entschieden worden war, tritt in der nächsten Spielrunde die neue Spiel- und Rechtsordnung in Kraft. Neue Geldbußen für Ordnungswidrigkeiten und die Androhung eines Punktabzugs im Wiederholungsfall bei Nichterfüllen einer Sollstelle waren klare Aussagen auch in Richtung der Vereine. So bleibt den Verantwortlichen nur die Hoffnung, dass die Vereine in die Pötte kommen und noch einige Neulinge sich anmelden unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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