Oberliga-Frauen der SG Schenkenzell/Schiltach starteten am Freitag in die Vorbereitung auf die neue Saison, haben aber noch immer keine Nachfolger für das Erfolgs-Trainerduo Hauer/Brand.

Schenkenzell/Schiltach. Die Corona-Pandemie hat natürlich auch den Handballsport in Mitleidenschaft gezogen, für die Frauen der SG Schenkenzell/Schiltach allerdings den engen Abstiegskampf in der Oberliga Baden-Württemberg mit dem vorzeitigen Klassenerhalt durch den Saisonabbruch beendet. Am Freitagabend begann für die vorjährigen Aufsteigerinnen in die BaWü-Eliteliga die Vorbereitung auf die nächste Saison, die coronabedingt noch mit dem einen oder anderen Fragezeichen behaftet ist. Das größte Fragezeichen steht indes intern hinter wichtigen Personalien: Wer beerbt das erfolgreiche Trainer-Duo Andreas Hauer/Sebastian Brand?

Die Abteilungsleitung der SG S/S um Ralf Jehle spricht auf OT-Nachfrage von einer „schwierigen Suche, die noch nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte“. Jochen Kilguß, der mit den Landesliga-Handballern der SG ebenfalls in die Saisonvorbereitung gestartet ist, bedauert, dass für diese „junge, sympathische und talentierte Truppe“ noch keine neuen Trainer gefunden werden konnten.

Kandidat zu Gast beim Training

Am Dienstagabend war aber ein Kandidat beim Training dabei, „um sich bei uns das Ganze mal anzuschauen“, sagte Gina Wöhr kurz vorher. Die 21-Jährige ist neben Vanessa Haas die torgefährlichste Spielerin im rund 15 Spielerinnen starken und im Grunde unveränderten jungen Kader für die Oberliga. Mit Denise Vollmer, die seit ein paar Monaten den Nachnamen Österle hat, hörte jedoch eine der erfahrenen Spielerinnen auf. Dafür leitet sie übergangsweise mit Ehemann Kevin Österle, seit Jahren Physiotherapeut des Teams, das Training nach eigenem Plan. Für diesen Einsatz zeigt sich nicht nur Gina Wöhr dankbar, die davon ausgeht, dass wohl Anfang Oktober die Saison startet. Als Alternativen gelten von Verbandsseite aus der 5./6. Dezember und 23./24. Januar.

Den angesichts von 18:22 Punkten und Platz 10 in der 14er-Liga verdienten Klassenerhalt 2020 des Aufsteigers aus dem oberen Kinzigtal konnten das Team sowie die Trainer Andreas Hauer und Sebastian Brand wegen der politisch angeordneten Beschränkungen im gesellschaftlichen Leben nicht feiern. Ein Abschlussfest dürfte es aber noch geben – nicht zuletzt weil das Trainerduo nach äußerst erfolgreichen Jahren aufhörte. 

„Wieder ein wenig mehr Bedeutung“

„Nun wird es aber einfach Zeit für Neues“, betonte der 36-jährige Hauer im Frühjahr auch namens seines 37-jährigen Trainerkollegen: „Nach vier Jahren haben Sebastian und ich das Gefühl, dass frischer Wind rein muss.“ Jenen brachte das Duo mit, als es 2016 in der Landesliga startete. Als sportliche Höhepunkte gelten nicht nur der Aufstieg in die Südbadenliga ohne Minuspunkt und der Aufstieg in die BWOL mit nur vier Minuspunkten. „Wie sich die Mädels handballerisch weiterentwickelt haben“, unterstrich Hauer ebenso wie die Tatsache, „dem Frauen-Handball in Schenkenzell und Schiltach wieder ein wenig mehr Bedeutung verliehen zu haben.“ 
Umso attraktiver erscheinen eigentlich diese vakanten Trainerposten.

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