Zum Jubiläum und Abschluss des master cup gibt sich noch einmal die Schweizer A-Nationalmannschaft die Ehre.


Die SHV-Auswahl von Trainer Michael Suter trifft am Freitag (16.30 Uhr) und am Samstag (18 Uhr) in Zug jeweils auf Polen. Das Spiel vom Freitag steht unter dem Motto «für die Jugend» – es wurden Animationsmannschaften und Schulklassen eingeladen. Das Spiel vom Samstag ist das offizielle Jubiläumsspiel des 20. master cup. Die Spiele sind live auf handballTV.ch zu sehen.

Es ist nach 2003 (gegen Mazedonien), 2004 (gegen Spanien) und 2006 (gegen Portugal) das vierte Mal, dass die A-Nationalmannschaft am master cup auftritt. Und die letzte Teilnahme ist nichts weiter als logisch: Der ganze Stamm der heutigen Nationalmannschaft trat in den vergangenen Jahren mit den Junioren-Nationalteams am Turnier in der Zentralschweiz auf.

In der Ausgabe 2019 trifft die Schweizer A-Nationalmannschaft mit Polen auf einen großen Namen des europäischen Handballs, der zuletzt aber einen Umbruch in der seiner Auswahl verzeichnete. Im Januar 2016 richteten die Polen die EM-Endrunde aus und klassierten sich auf Platz 7 – damals wurde Deutschland überraschend Europameister. Im August 2016 setzte Polen an den Olympischen Spielen in Brasilien mit Platz 4 ein Ausrufezeichen.

Danach folgte jedoch der angesprochene Umbruch. An der WM-Endrunde im Jahr 2017 klassierten sich die Polen noch auf Platz 17. Die Qualifikation für die EM-Endrunde im vergangenen Januar wurde dann aber ebenso verpasst wie die Qualifikation für die aktuelle WM-Endrunde in Deutschland und Dänemark.

Nationaltrainer Piotr Przybecki, ein ehemaliger Bundesliga-Profi (unter anderem beim THW Kiel), folgte im Sommer 2017 auf den zurückgetretenen Talant Dujschebaew. Er hat die Aufgabe, ein neues, junges Team zu formen. Und der neue Coach muss zur Kenntnis nehmen, dass derzeit die Konstanz noch fehlt. Ende Oktober verlor Polen in der EM-Qualifikation auswärts gegen Israel mit 24:25, nachdem die Osteuropäer mit einem souveränen 37:13-Heimsieg gegen den Kosovo in die Ausscheidung gestartet waren.

Die Schweizer ihrerseits haben sich in der EM-Qualifikation nach einer knappen Niederlage in Kroatien mit dem Heimsieg am 28. Oktober gegen Serbien – gleich neben der Sporthalle Zug in der Bossard Arena – in eine hervorragende Ausgangslage gebracht. Wegweisend werden nun die beiden Spiele Mitte April gegen Belgien.

Die Schweiz hat in der Länderspiel-Geschichte bereits 39mal gegen Polen gespielt. Die Bilanz ist mit 12 Siegen, 6 Remis und 21 Niederlagen negativ. Das bisher letzte Aufeinandertreffen gewann die Schweiz in den WM-Playoffs im Juni 2008 in St. Gallen mit 24:22. Die Mannschaft des damaligen Nationaltrainers Dragan Djukic schied nach der 24:32-Hinspielniederlage aber trotzdem aus.

A-Länderspiele Männer am master cup

2003: 29:27 (16:16)-Sieg gegen Portugal
2004: 25:28 (12:14)-Niederlage gegen Spanien
2006: 34:30 (19:8)-Sieg gegen Mazedonien.

Schweizer Handball Verband

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