Das zweite Heimspiel der HSG Konstanz in dieser Saison soll zu einem Handball-Fest werden. Dafür kehrt die beliebte Sekt- und Cocktailbar ins Foyer zurück und vor der Halle wird der große Grill angefeuert. Auf dem Feld soll, so Trainer Jörg Lützelberger, „mit viel Energie und unseren Fans in der eigenen Halle über 60 Minuten Druck gemacht werden." Tickets sind im Vorverkauf mit zwei Euro Rabatt gegenüber der Tageskasse unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich. Die Tageskasse öffnet um 18 Uhr. Der Livestream auf www.hsgkonstanz.de/livestream ist für 4,50 Euro ab 19.30 Uhr zu sehen.

 

 

Es ist der erste große Heimspieltag nach den Zuschauerbeschränkungen mit einem A-Jugend-Bundesligaheimspiel um 14.30 Uhr, der U23 um 17 Uhr in der Oberliga und schließlich um 20 Uhr mit dem großen Finale in der 3. Liga. Dort strebt die HSG nach dem vierten Sieg im vierten Spiel und möchte den starken Saisonstart weiter ausbauen. „Wir sind dankbar für jeden Fan, der kommt“, freut sich Lützelberger auf eine stimmungsvolle Kulisse. „Wir haben auch auswärts eine tolle Fanunterstützung, die richtig Spaß macht.“ Mit ihr konnte zuletzt ein sicherer 35:31-Sieg in Neuhausen gefeiert werden. Lützelbergers Plan sieht nun so aus: „Wer einmal in der Halle ist, den wollen wir überzeugen wie viel Spaß es mit dieser jungen Mannschaft macht. Die HSG hat zudem den Anspruch zu zeigen, dass dies sichere Veranstaltungen sind, die alle Standards erfüllen und kein erhöhtes Risiko bergen. Wir wollen begeistern und zeigen, dass es sich lohnt zu kommen.“ Beste Werbung dafür waren die ersten drei Partien, in denen die HSG satte 114 Tore erzielte – so viele wie kein anderes Team in der Staffel. Aufgrund des enormen Tempos und dadurch mehr Angriffen als mit verschleppter Spielgeschwindigkeit sieht der 36-Jährige die 91 Gegentore etwas relativiert. Nach „zwei tollen Monaten“ hat er viele „schöne Geschichten“ registriert. Eine davon, die er besonders erwähnt, ist die gute Leistung der der beiden Torhüter Leon Grabenstein und Maximilian Wolf. Vor allem Grabenstein hat die Umstellung auf die neue Deckung in einer neuen Mannschaft erstaunlich schnell sehr gut bewerkstelligt und war der HSG gerade in der schweren Phase in der ersten Hälfte in Neuhausen ein großer Rückhalt. Eine weitere ist die tolle Entwicklung des neuen Kreisläufers Niklas Ingenpaß und Michel Stotz – oder aber jene von Mittelmann Joel Mauch, der den Ausfall von Christos Erifopoulos und Carlos Marquis immer besser auffängt.

 

Zusätzliche Energie soll daheim in der bekannten Schänzle-Hölle wieder von den Rängen kommen. „Wir wollen das zum Vorteil machen“, sagt der EHF-Mastercoach und TVP-Coach Michael Schwöbel fügt an: „Wir erwarten eine starke Konstanzer Mannschaft, die zeigen will, dass sie in die 2. Liga gehört und eine Halle mit einer herausragenden Stimmung. Wir freuen uns auf dieses Spiel.“ Damit geht es ihm wie den Konstanzern, die aber nicht verkennen, dass der TV Plochingen sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt hat. Dabei hilft die Kooperation mit Erstligist Frisch Auf Göppingen. Mit Oskar Neudeck und Maximilian Hejny stammen zwei Spieler aus dem aktuellen Profikader von Frisch Auf, die mittels Doppelspielrecht in Plochingen zum Einsatz kommen. Yannick Leichs, Julian Mühlhäuser, Dominik Werbitzky, Robin Brandner und Marvin Fuß sind weitere ehemalige Göppinger. „Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Defensive aggressiv auf den Ballführenden heraustreten und damit Unterbrechungen und Stress beim Gegner suchen“ weiß Lützelberger. „Für uns ist es daher wichtig, den richtigen Abstand zu finden und die Unterbrechungen zu vermeiden.“ Darüber hinaus warnt er vor der großen „Feuerkraft aus dem Rückraum. Sie sind im Eins-gegen-eins gut ausgebildet und haben einen guten Wurf drauf. Wir wollen wach sein, das Spiel schnell machen und mit unserer Breite im Kader, mit viel Energie und unseren Fans in der eigenen Halle über 60 Minuten Druck machen." Wie schon in Neuhausen, als wieder 16 Tore über das Tempospiel erzielt werden konnten. Ebenfalls erfreulich: Die Treffgenauigkeit auf das leere Tor. Erst zweimal in der bisherigen 14- Test- und Pflichtspielen ging ein Wurf nicht ins Tor.

 

Sehr gefreut hatte sich Lützelberger zudem über die Erwartungshaltung der Mannschaft an die eigene Leistung. Mit der in den letzten sechs Minuten der Partie in Neuhausen, die mit fünf Toren verloren wurden, war sie nicht zufrieden. „Das war nicht schön und können die Jungs besser“, ist er sich sicher. „Es ist schön, dass sie hier alle eine andere Erwartungshaltung an sich selbst haben.“ Gegen Plochingen möchten sie mehr „Power über 60 Minuten als der Gegner zeigen“ und das eigene Spiel durchziehen. Es kommt dabei zu einer Premiere, denn noch nie trafen die erste Vertretung der HSG und der TVP aufeinander, während die U23 der Gelb-Blauen schon einige heiße Duelle mit Plochingen in der Oberliga ausgefochten hat.

Yanez Kirschner hat zuletzt in Söflingen das Angriffsspiel des TV Willstätt belebt. Auch gegen Oppenweiler-Backnang ist der schnelle Mittelspieler eine gute Option. ©Christoph Breithaupt
Yanez Kirschner hat zuletzt in Söflingen das Angriffsspiel des TV Willstätt belebt. Auch gegen Oppenweiler-Backnang ist der schnelle Mittelspieler eine gute Option. ©Christoph Breithaupt Handball-Drittligist TV Willstätt steht am Samstag im Heimspiel gegen das Top-Team HC Oppenweiler/Backnang vor einer ganz schweren Aufgabe. Wurf-Ausbeute muss besser werden.

Die Handballer des HC Oppenweiler/Backnang fahren mit einem klaren Ziel in die Ortenau: Im Auswärtsspiel beim TV 08 Willstätt will der Drittligist den ersten Sieg in einer fremden Halle in dieser Saison. Absehbar ist jetzt schon: Mit dem Team aus Südbaden wartet eine hohe Hürde, die HCOB-Handballer werden für einen Erfolg eine Topleistung benötigen. Anwurf ist am Samstag um 20 Uhr in der Willstätter Hanauerlandhalle.

Es ist Spitzenspiel-Zeit in der Kurt-App-Halle: Mit dem TuS Fürstenfeldbruck hat der VfL Pfullingen am Samstag um 20 Uhr eine absolute Top-Mannschaft zu Gast. Der Zweitligaabsteiger, der vergangene Saison nur um Haaresbreite den Klassenerhalt verpasst hat, ist mit 6:0-Punkten in die Saison gestartet und wird nach dem zuletzt deutlichen 42:29-Heimsieg gegen den SV Salamander Kornwestheim mit breiter Brust nach Pfullingen reisen.

Die HSG Konstanz bleibt Tabellenführer. Nach einigen Problemen und einem Drei-Tore-Rückstand in der Anfangsphase zog sie beim TSV Neuhausen/Filder in der zweiten Halbzeit bis auf neun Tore davon und feierte nach vielen Wechseln mit dem 35:31 (14:13)-Sieg den dritten Erfolg in Serie. Am Samstag, 20 Uhr, kommt der TV Plochingen in die Schänzle-Hölle. Tickets sind mit zwei Euro Nachlass im Vergleich zur Abendkasse unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich.

 

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