Gut gelaunt präsentieren sich Willstätts Trainer Ole Andersen (l.) und Rechtsaußen Regis Matzinger nach drei Siegen zum Saisonstart. In Konstanz soll der vierte Streich folgen. ©Peter Heck
Drei Spiele, drei Siege: Besser hätten die Handballer des TV Willstätt (2./6:0 Punkte) nicht in die Saison 2020/21 der 3. Liga Süd der Männer starten können. „Wir freuen uns, wie es läuft. Wir wissen aber, dass auch andere Tage kommen. Und man darf nicht vergessen, dass wir bislang zwei Heimspiele und nur ein Auswärtsspiel hatten“, meint Trainer Ole Andersen nüchtern und verlangt von seinem Team, dass es die Konzentration vor dem zweiten Auswärtsspiel am Samstag, 20 Uhr, bei der HSG Konstanz II (12./2:4 Punkte) hochhält. 

 

„Wir können nicht einen Gang zurückschalten. Wir leben von unserem Engagement, unserer Moral und vom Wille“, erklärt der Däne, der nach den drei Siegen in dieser Trainingswoche eine gewisse Zufriedenheit in der Mannschaft festgestellt hat. „Das ist vielleicht normal und menschlich, doch gegen Konstanz II brauchen wir wieder eine hohe Konzentration.“

HSG II mit Frau als Trainerin
Denn die Zweitliga-Reserve aus Konstanz, die mit der B-Lizenz-Inhaberin und Athletiktrainerin der „Ersten“, Jessica Bregazzi, eine Frau als Trainerin hat, ist eine junge, sehr schnelle und sehr gut organisierte Mannschaft. Das wurde bei der knappen Auswärtsniederlage bei der Erlanger Bundesliga-Reserve (27:28) und dem souveränen Heimsieg über die HG Oftersheim/Schwetzingen (27:21) deutlich. In Mittelmann Benjamin Schweda und Abwehrchef Kai Mittendorf verfügt das HSG-Team über zwei routinierte Führungsspieler. Außerdem ist Linksaußen Patrick Volz ein „sehr treffsicherer junger Mann, der sicher bald in der Bundesliga spielt“, so Andersen.

Starkes Kollektiv
Bereits fest im Zweitliga-Kader der HSG integriert ist Beachhandball-Nationaltorwart Moritz Ebert, der in der 3. Liga Spielpraxis sammelt. Dazu haben die Konstanzer in Jerome Portmann einen starken Rechtsaußen und in Joel Mauch noch einen weiteren Rückraumspieler, den es zu beachten gilt. „Die HSG Konstanz II lebt vor allem vom Kollektiv und ihrer wahnsinnigen Schnelligkeit“, hat Ole Andersen großen Respekt vor dem Gegner und erwartet, dass seine Mannschaft künftig stabiler spielt. „In allen drei Spielen hatten wir einen Vorsprung und sind eingeholt worden. Das müssen wir verbessern“, sagt der Willstätter Coach.

Räpple wieder dabei
Am Bodensee kann Andersen auch wieder Christopher Räpple einsetzen. Der Mittelmann, der beim 34:33-Auswärtserfolg in Pfullingen mit einer Knieverletzung (Knochenmarks-Ödem unter der Kniescheibe) ausgewechselt­ werden musste, hat diese ­Woche wieder trainiert, nachdem er beim überzeugenden 35:32-Heimsieg über den HC Oppenweiler/Backnang am Samstag noch zuschauen musste. „Damit habe ich wieder eine Karte mehr, die ich ausspielen kann“, freut Andersen über eine weitere Altenative in seinem breiten Kader, in dem nur Yanez Kirchner (Muskelverletzung in der Wade) fehlt. „Mit seiner Routine und Cleverneß kann Christopher Räpple eine wichtige Rolle gegen die jungen Konstanzer Mannschaft spielen.“

Rückkehr an alte Wirkungsstätte
Die Reise nach Konstanz ist  für ein Willstätter Trio auch eine Rückkehr an eine ehemalige Wirkungsstätte. Rückraum-Shooter Felix Gäßler, Linksaußen Luis Pfliehinger und Kreisläufer Marius Oßwald haben allesamt schon das HSG-Trikot getragen und dürften am Samstag besonders motiviert sein. 

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