Starkem Auftritt folgen die Belohnung und der Klassenverbleib.


Mit einem 34:28-Erfolg in der heimischen Egelseehalle haben sich die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder nicht nur für die 24:31-Hinspielniederlage beim VfL Pfullingen revanchiert, sondern auch die noch fehlenden Punkte für den Klassenverbleib eingefahren. Die Mannschaft von TSV-Coach Ralf Bader setzte die guten Auftritte der vergangenen Wochen fort und belohnte sich mit verdienten zwei Punkten.

„Glückwunsch an Neuhausen, das war ein schönes und spannendes Spiel, allerdings hauptsächlich für Neuhausen. Ich muss mich bei den VfL-Fans entschuldigen, denn wir haben auf dem Spielfeld keine Derbyatmosphäre erzeugt. Mit der Saison können wir zufrieden sein und jetzt haben wir 25 Punkte, ziehen aber nicht mehr durch. Wenn das der Fall ist, hast du gegen keinen Gegner in der 3. Liga eine Chance, auch nicht gegen den Letzten. Wir haben erst gekämpft, als das Spiel eigentlich vorbei war, während Neuhausen ruhig geblieben ist, im Angriff sehr flexibel war und viel über den Kreis gespielt hat. Wir haben mit unserer 6:0-Abwehr keine Lösung gefunden, zudem hat sich die Abwehr von Neuhausen weiterentwickelt“, kennt VfL-Trainer Till Fernow die Gründe für die Niederlage seines Teams.

„Danke an unsere Fans für die gute Atmosphäre. Es stimmt was Till sagt, der richtige Derbycharakter kam nicht auf, was ein stückweit auch am Spielverlauf lag. In der Abwehr sind wir gut gestanden und haben Pfullingen oft ins Zeitspiel gebracht, aber trotzdem häufig ein Tor kassiert, was mich geärgert hat. In der zweiten Hälfte hatten wir das Spiel quasi unter Kontrolle, haben dann allerdings ein paar freie Würfe vergeben, sind aber ruhig geblieben. Symptomatisch war, als Leon Pabst beim leeren Tor den Pfosten getroffen, Daniel Roos jedoch nicht aufgegeben und mit seiner Schnelligkeit nachgesetzt hat. Im Angriff haben wir etwas umgestellt und uns damit gute Chancen herausgespielt. Ich bin super zufrieden mit dem Auftritt, deshalb hat die Mannschaft ab Karfreitag auch Trainingsfrei“, ist Bader glücklich über den Erfolg.

„Auch ich danke den Fans für die Unterstützung. Von Linksaußen bis Rechtsaußen, am Kreis, im Rückraum und im Tor, wir waren heute auf jeder Position stark. Pfullingen hat nicht aufgesteckt, aber dann hat Nicolas Gross starke Paraden gezeigt und der Sieg ist verdient. Im Angriff haben wir klasse gespielt und hatten zur Pause nur fünf Fehlwürfe bei 18 Toren. Das war eine tolle Mannschaftsleistung und da wir schon in den letzten beiden Spielen gute Leistungen gezeigt haben, war das heute die Belohnung“, fügt der zehnfache Torschütze Timo Durst hinzu.

Die Filder-Handballer markierten den ersten Treffer, die Echazkrokodile konnten mit zwei Toren den Spieß umdrehen. Bis zum 2:3 (6.) blieben die Gäste vorne, danach stand die TSV-Abwehr besser und ein 4:0-Lauf schloss sich an. Der VfL kam zwar wieder auf 5:7 heran (12.), aber mit einem Doppelschlag sorgten Hannes Grundler und Timo Durst für die erste Vier-Tore-Führung. Beim 12:8 hatte Fernow genug gesehen und zog die erste Time-Out-Karte (17.). Dennoch konnte der TSV weiter erhöhen, aber im Anschluss an einen 3:0-Zwischenspurt des früheren Erstligisten legte auch Bader die Grüne Karte auf den Zeitnehmertisch. Der VfL kam anschließend trotzdem näher, allerdings nicht zum Ausgleich. Mit 18:15 wurden die Seiten gewechselt.

Die ersten beiden erfolgreichen Abschlüsse gehörten den Gästen, in der Folge setzten die MadDogs aber zu einem 5:0-Lauf an. In der Phase zwischen der 38. und 45. Minute war beinahe jeder Angriff von Erfolg gekrönt, weshalb sich am Torabstand nichts änderte. Bis zum 30:24 hielt der TSV seinen Vorsprung, nach einer VfL-Auszeit begannen die Gäste schließlich zu fighten, während bei den Bader-Boys auch ein Timeout zunächst keine Wirkung zeigte. Pfullingen traf viermal in Folge und schnupperte beim 28:30 (55.) wieder an Zählbarem, in Überzahl beendeten die Hausherren jedoch ihre torlose Phase und warfen sich wieder mit vier Toren in Front. Nun brachte der erfolgreichste VfL-Werfer Micha Thiemann das Spielgerät aus sieben Metern nicht im TSV-Tor unter, während Daniel Roos zum 33:28 traf (58.). Fernow griff letztmals zur Grünen Karte, aber diese verpuffte völlig, stattdessen sorgte Durst mit seinem zehnten Treffer für den 34:28-Entstand.

Bevor es für die MadDogs in die Osterpause geht, steht am Montag, 26. März, 19.45 Uhr, noch ein Testspiel in der Egelseehalle gegen die Polizeiauswahl auf dem Programm. Interessierte dürfen gerne vorbeischauen.

TSV Neuhausen/Filder – VfL Pfullingen 34:28

TSV Neuhausen/Filder: Gantner, Gross; Durst (10), Pabst (5), Hipp, Eisele, Grundler (9/4), Trost, Reinhardt (2), Flechenhar (2), Roos (2), Sommer, Holder, Keppeler (3).

VfL Pfullingen: Becker, Schlipphak; Schliedermann (2), Wittlinger, Mayer (1), Breckel (5), Keupp (3), Thiemann (8/3), Paul (2), Jabot (2), Müller (2), Herwig (1), Hiller, List (2).

Schiedsrichter: Drechsler/Schulle (Fürstenfeldbruck/Oberkochen).
Zuschauer: 700.
Zeitstrafen: Eisele (2), Sommer, Keppeler, List.
Siebenmeter: 5/4, 4/3.

 TSV Neuhausen/Filder  VfL Pfullingen

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