Im Derby gegen den VfL Pfullingen konnte Handball-Drittligist  HBW Balingen-Weilstetten II erfolgreich Revanche nehmen für die Niederlage im Hinspiel.


23:18 (11:7) hieß es am Ende in einem Spiel, das von den Abwehrreihen dominiert wurde. Zum Turm in der Schlacht avancierte dabei Mario Ruminsky im HBW-Tor.

Schon die ersten Minuten gaben einen ersten Vorgeschmack dessen, was die Zuschauer erleben sollten: Es begann recht zäh im Angriff, dem frühen Führungstreffer durch René Zobel folgte erst nach knapp 6 Minuten der Ausgleich für die Gäste. Dann konnten sich die Jung-Gallier mit einem Zwischenspurt absetzen, nach 20 Minuten hieß es 9:3. Da konnte auch eine doppelte Unterzahl wenig daran ändern, kaum waren die Kreisläufer Dangers und Wiederstein zurück auf der Platte, traf René Zobel zum 11:6. Eine Schrecksekunde galt es für Mannschaft und Fans zu überstehen: Lukas Saueressig blieb kurz vor der Pause mit lädiertem Sprunggelenk liegen, für ihn war das Spiel vorzeitig beendet.

Nach der Halbzeit stand die Deckung der Jung-Gallier weiter hervorragend, und auch im Angriff lief es mit schnellen Kontern über Moritz Strosack glänzend. So war der Vorsprung schnell ausgebaut, doch Pfullingen blieb zunächst dran. Nach dem 14:8 von Markus Dangers war erst einmal Flaute im Offensivspiel des HBW II. Die Gäste nutzen das aus und kamen durch einen 5:0-Lauf auf 14:13 heran. HBW-Trainer André Doster stellte um, und innerhalb weniger Minuten traf alleine Jan Bitzer viermal. Bei 20:14 hatte Gäste-Coach Till Fernow genug gesehen und nahm eine Auszeit, doch unmittelbar danach traf der junge HBW-Kreisläufer Tobias Heinzelmann dreimal in Folge zum 23:14. Und auch diese Phase war mit einer verletzungsbedingten Unterbrechung belastet: René Zobel musste vom Feld mit einer Knieverletzung. In den verbleibenden Minuten konnte Pfullingen noch etwas Ergebniskosmetik betreiben und auf 23:18 verkürzen. Am souveränen und hochverdienten Sieg der Jung-Gallier änderte das allerdings nichts mehr.

Mit diesem Sieg hat der HBW II seinen vierten Platz gefestigt, der Rückstand auf den Dritten beträgt weiter nur einen Punkt. Vor den letzten drei Spielen ist also noch Einiges möglich. So war Trainer Doster auch zufrieden: „Nur 18 Gegentore sind ein ganz starker Wert“, hatte er ein Extralob für seinen Deckungsverbund. Allerdings: „Sollten sich Lukas und René schwerer verletzt haben, wäre der Sieg teuer erkauft.“

Spielfilm: 3:1, 8:2, 9:4, 11:7 – 14:8, 15:13, 21:14, 23:18.

HBW Balingen-Weilstetten II: Seeger, M. Ruminsky; Thomann (1), Fuoß, Saueressig (3/1), Soos, Bitzer (4/1), Schmidberger, Dangers (3), Heinzelmann (3), Strosack (3), Zobel (5).

HBW Balingen-Weilstetten  VfL Pfullingen

Zum Seitenanfang