Vorfreude und Sorgen bei der HG beide groß.


Für Handball-Trainer Holger Löhr ist es durchaus „hoch attraktiv“, im so genannten Osten der 3. Liga zu spielen, zumal die Derbys extrem emotional seien. Und so ein Lokalduell steht am Sonntag nun gleich am zweiten Spieltag für die HG Oftersheim/Schwetzingen vor heimischer Kulisse auf dem Programm. Ein Jahre lang musste auf den Vergleich mit dem TVG Großsachsen verzichtet werden. Denn die „Saasemer“ waren gemeinsam mit ihrem Hirschberger Ortsrivalen SG Leutershausen schon eine Saison vorher aus dem angestammten Süden abgeschoben worden.

„Gegen ‚Saase‘ ist sicherlich Dampf im Kessel“, blickte der Coach voraus. „Vielleicht haben wir wieder eine sehr hitzige Stimmung zu erwarten und es wird ein Spektakel geboten.“ Doch zu sehr wolle er sich nicht im Vorfeld damit beschäftigen, es wieder jede andere Partie angehen. Denn in der Summe sei sein Team  mit einem Gesamtaltersschnitt von knapp über 21 Jahren sehr jung. Deshalb liege sein Hauptaugenmerk in den Trainingswochen sehr darauf, die Spieler weiterzuentwickeln. „Das ist besser als 1000 taktische Konzepte einzustudieren und zu spielen. Lieber verlieren wir dann wieder einen Spieler wie Daniel Hideg an die 2. Liga.“

In Sachen Spieler verlieren hatte Löhr aber auch noch schlechte Nachrichten zu vermelden. Auf sieben Akteure hat er am Odenwaldrand beim Remis in Groß-Bieberau verzichten müssen. „Jetzt hat sich die Situation definitiv nicht verbessert sondern eher verschlimmert“, meint der Trainer, der nicht dafür bekannt ist, sonst zu sehr auf der personellen Situation herumzureiten. Tom Jansen erwies nach der letzten Begegnung als angeschlagen. Nicht viel besser sieht es bei Jonas Krepper aus, der nach einem Kurzeinsatz verletzungsbedingt wieder auf der Bank Platz nehmen musste. Löhrs Fazit: „Die Mannschaft selbst sich praktisch von selbst auf, und wir hoffen, dass es gut geht.“

Auch ein Einsatz von Hideg hängt noch in den Sternen. Denn Azat Valiullin von der Friesenheimer TSG ist in Solingen beim BHC verletzt ausgeschieden. Er zog sich einen knöchernen Bandausriss am Mittelfuß zu. Hier ist noch unsicher, ob der Hockenheimer Hideg als Ersatz einspringen wird. Denn ebenfalls am Sonntag (13.30 Uhr) erwarten die „Eulen“ den THW Kiel.

Trotz aller Bedenken hat sich das Team aber auf die Fahnen geschrieben, die bisherige Drittliga-Bilanz mit dem TVG aufzubessern. 2016/17 hat es zwei satte Niederlagen mit insgesamt 22 Toren Differenz gegeben. Das soll sich möglichst nicht wiederholen. „Und schließlich bleibt ein Derby eben ein Derby“, gibt sich Löhr kampfbereit. Da sei alles vorstellbar.

HG Oftersheim/Schwetzingen – TVG Großsachsen (Sonntag, 17 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen).

HG Oftersheim/Schwetzingen  TVG Germania Großsachsen

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