HG-Coach erwartet Reaktion auf letzte Niederlage. Für Handball-Drittligist HG Oftersheim/Schwetzingen steht das nächste prickelnde Duell auf dem Plan.


Nach Großsachsen letzte Woche ist nun die SG Kronau/Östringen II zu Gast.

Theoretisch steckt hinter dem Spitzentrio der Rest der Liga noch im Kampf um den Klassenerhalt. Nicht überall scheint das von den Vereinen und den ihnen zugeordneten Medienorganen aber im Bewusstsein verankert zu sein. So heißt es zum Beispiel in der Reutlinger Presselandschaft nach den letzten schwachen Ergebnissen des dortigen VfL Pfullingen (steht XX Punkte hinter Oftersheim/Schwetzingen): „ . . . kann froh sein, dass er sich außerhalb der Gefahrenzone bewegt.“ Richtig noch in der Gefahrenzone steckt jedoch der morgige Gegner der HG.

Wir haben uns einmal die Mühe gemacht, viele Szenarien für die letzten zehn Spieltage, das abschließende Drittel, durchzurechnen und fanden dabei einige, die das bisherige Klassement gehörig auf den Kopf stellten könnten. Zugegeben, fast alle diese Varianten sind extrem unrealistisch, aber eben noch im Bereich des Möglichen. Selbst Mundenheim und Zweibrücken, die beiden Schlusslichter, die sich eigentlich schon mit dem Abstieg abgefunden haben, könnten rein rechnerisch noch den Kopf aus der Schlinge ziehen. Einzig der TVG Großsachsen scheint aufgrund seiner Spielplankonstellation ebenfalls aus dem Schneider zu sein.

Bei der HG jedoch steht das Bemühen um den Klassenerhalt ständig im Vordergrund. Trainer Martin Schnetz predigt dies ohne Unterlass. Ein doppelter Punktgewinn gegen Kronau/Östrigen wäre da schon Gold wert. Es hilft auch kein anhaltendes Wehklagen über Ausfälle. Denn praktisch alle Teams der Staffel – mit ganz wenigen Ausnahmen – gehen personell am Stock, folgt man der jeweiligen Berichterstattung. Deshalb lautet der Tenor innerhalb der Truppe von Oftersheim/Schwetzingen: „Da müssen wir durch.“

So lautet auch die Forderung von Schnetz: „Unser Ziel ist zum einen, mit der gegebenen, schwierigen Personalsituation uns weiterzuentwickeln. Eine Besserung ist bei uns nicht in Sicht. Also müssen wir, um noch Punkte zu holen, gemeinsam arbeiten und besser werden.“ Es sei ihm auch klar, dass dies gegen Kronau/Östringen alles andere als einfach ist, zumal das Team der SG seiner Meinung nach, nicht mehr mit dem der Vorrunde zu vergleichen ist. Es tritt seit dem Trainerwechsel von Sandro Catak hin zu Klaus Gärtner mittlerweile viel stärker auf, wie die Ergebnisse auch eindrucksvoll zeigen.

Aber dem HG-Coach brennt noch etwas anderes auf der Seele: „Wir erwarten von unserem Team auch eine Reaktion für die schmerzliche Heimniederlage am letzten Samstag. Wir spielen jetzt wieder vor eigenem Publikum, haben also die Chance auf Wiedergutmachung. So wie letztes Wochenende wollen wir nicht wieder auftreten. Das sind wir auch unserem Publikum schuldig.“ Dafür hat sein Team seit Montag hart gearbeitet und wird alles in die Waagschale werfen. „Mit ein bisschen Glück und den eigenen Fans im Rücken kann dann auch etwas Zählbares rausspringen“, hofft Schnetz.

HG Oftersheim/Schwetzingen – SG Kronau/Östringen II (Samstag, 19.30 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen).

HG Oftersheim/Schwetzingen  SG Kronau/Östringen


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