A-Jugend der HSG Konstanz in Göppingen


Die ersten vier Plätze sind bei realistischer Betrachtung bei nur noch zwei ausstehenden Spielen in der Vorrunde und drei Punkten Rückstand nicht mehr zu erreichen. Dennoch will sich die A-Jugend der HSG Konstanz für die Pokalrunde wappnen – mit möglichst vielen Punkten. In Göppingen, beim Erstliga-Nachwuchs von Frisch Auf, sind die Konstanzer aber nur klarer Außenseiter.

Die Mannschaft von Trainer Gerd Römer hat die letzte Saison als Vizemeister der Bundesliga abgeschlossen und unterlag im Anschluss dem späteren deutschen Meister aus Flensburg im Viertelfinale um die Deutsche Meisterschaft. Um die Spieler an den Erwachsenenbereich heranzuführen, sind einige U19-Spieler bereits mit einem Zweifachspielrecht ausgestattet und kommen bei den Kooperationsvereinen des Bundesliga-Traditionsvereins wie etwa beim TV Plochingen in der 3. Liga  zum Einsatz. Im direkten Bundesliga-Duell treffen nun mit Göppingen und Konstanz zwei besonders starke Offensivreihen aufeinander. Die Württemberger müssen dabei unbedingt gewinnen und stehen unter gehörigem Druck. Nur ein Erfolg gegen die HSG könnte ein Endspiel um den Einzug in die Meisterrunde eine Woche später in Pforzheim ermöglichen.

„Die Hauptrunde ist durch“, sagt Trainer Christian Korb zur Ausgangslage für die Gelb-Blauen und kündigt an: „Wir werden Ungewohntes testen.“ Alles ist nun schon auf die Pokalrunde ausgerichtet, die ebenfalls reizvolle Ziele wie die nach wie vor mögliche direkte Bundesliga-Qualifikation sowie ein Finale in Hamburg um den DHB-Pokal bietet. Korb: „Vorne wollen wir uns cooler, abgeklärter präsentieren. Hinten mutiger und cleverer.“ Bis dahin hoffen die Verantwortlichen auf eine Rückkehr des einen oder anderen verletzten Spielers. Zuletzt war die Personaldecke arg angespannt und wichtige Säulen wie Top-Torschütze Florian Wangler fehlten.

Doch die Not macht erfinderisch. Nicht nur, dass andere Spieler zu viel Einsatzzeit kamen, auch die Systeme konnten um wertvolle Varianten ergänzt werden, insbesondere in der Deckung. „Wir arbeiten von Training zu Training und Spiel zu Spiel daran, uns als Einheit zu präsentieren“, so Thomas Zilm. Der HSG-Coach hat hier schon Fortschritte im Training bemerkt, unter Druck im Spiel unterlaufen seinen Schützlingen aber immer wieder noch zu viele Fehler. Zuletzt wurde noch gegen die baden-württembergische Auswahlmannschaft und gegen Pfadi Winterthur getestet. „Wir brauchen solche Spiele und den Wettkampf“, unterstreicht er.

In Göppingen wird es laut Zilm auf die Tagesform seiner Mannschaft ankommen. „Wie laufen wir, wie kommt der Torhüter an die Bälle, wie wir dadurch in den Gegenstoß“, sind die elementaren Fragen. Kommt seine Mannschaft ins Rollen, ist sie wie gegen Hochdorf (40:33) nur schwer zu stoppen und zu schlagen. Die Ausschläge in beide Richtungen sind aber noch derart groß und unberechenbar, sodass man nie weiß, woran man an den HSG-Talenten gerade ist. Neben einer guten Deckungsleistung misst der Trainer der Bewegung und Dynamik im Angriff die entscheidende Bedeutung bei. Mit Tempo Druck ausüben ist der Wunsch des Konstanzer Trainergespanns. Ab Dezember geht es wieder bei null in der Pokalrunde los, dann sollen ihre Schützlinge voll da sein. Wieder gesund und erfolgreich zurück auf der Platte. Und eingespielt. Anwurf: Frisch Auf Göppingen – HSG Konstanz, Sonntag, 18 Uhr, EWS-Arena.

Frisch Auf! Göppingen  HSG Konstanz

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