A-Jugend der HSG Konstanz empfängt direkten Tabellennachbarn Bittenfeld.


Richtig Blut geleckt und Fahrt aufgenommen hat zuletzt die A-Jugend der HSG Konstanz mit drei Siegen in den letzten vier Spielen im Kampf um Platz sechs und die direkte Bundesliga-Qualifikation für die kommende Saison. Gerade rechtzeitig für ein richtungsweisendes Duell mit dem unmittelbaren Tabellennachbarn TV Bittenfled am Samstag, 18 Uhr, in eigener Schänzle-Sporthalle.

Nur durch einen Punkt sind der Zweitliga- und Erstliga-Nachwuchs getrennt, wobei die Schwaben allerdings auch schon ein Spiel mehr ausgetragen haben. Der Sieger des direkten Aufeinandertreffens, dem ersten Kräftemessen in der aktuellen Spielzeit und das erste von zwei Spielen innerhalb von nur zwei Wochen gegeneinander, macht im breiten, sehr umkämpften Bundesliga-Mittelfeld einen großen Schritt in Richtung des gesteckten Saisonziels. HSG-Trainer Christian Korb sagt deshalb: „Wir haben nur noch Endspiele und kein Gegner ist zu keiner Zeit zu unterschätzen. Die Südstaffel der Jugend-Bundesliga ist die am besten ausgeglichene.“

Der TV Bittenfeld reist zwar mit dem Rückenwind eines 41:25-Kantersiegs gegen das punktlose Tabellenschlusslicht Flein-Horkeim an den Bodensee und das bisher einzige Aufeinandertreffen im Halbfinale eines Vorbereitungsturniers vor der laufenden Runde ging knapp mit einem Tor an Bittenfeld, doch der B-Lizenzinhaber traut seinen Talenten gegen den Nachwuchs des in der ersten Bundesliga als TVB Stuttgart antretenden Neulings in der Eliteklasse des Jugendhandballs den nächsten Husarenstreich zu. „Der Kader ist breit und sehr ausgeglichen. Bittenfeld kassiert wenige Gegentore und steht ganz gut in der Abwehr“, weiß er und erklärt seine Zuversicht: „Wir denken, wir haben die Grippewelle überstanden. Diese Woche konnten wir weitgehend komplett trainieren und uns gut auf ein intensives Spiel einstellen. Das Team bestätigt nun sein Können auch unter widrigen Umständen und holt auf, was den positiven Ausgang von kniffligen Situationen betrifft.“

Auch eine mögliche neuerliche Manndeckung gegen den kaum zu stoppenden Samuel Löffler, der sich in Meißenheim trotz Sonderbewachung siebenmal in die Torschützenliste eintrug und damit bester Konstanzer Torschütze war, hat er trainieren lassen. „Das ist vorbereitet. Wir haben mit Manuel Wangler, Joel Mauch und Jonas Hadlich drei weitere sehr gute Rückraumspieler, die dann vermehrt die Verantwortung übernehmen können.“ Dennoch möchte er, dass der Druck auf den Gegner noch breiter aufgebaut wird und die Außen besser in das Spiel – nicht nur in erster und zweiter Welle – eingebunden werden.

Außerdem fordert er noch mehr gesunde Aggressivität und Wachsamkeit im Zweikampf von seinen Akteuren ein. „Meist geht in der Bundesliga alles sehr fair zu“, erklärt er etwas nachdenklich, „aber es fällt auf, dass die Gegner verstärkt auf aggressives Pressing umstellen und unsere Spieler mit aller Gewalt stoppen. Nicht alle Trainer haben hier ihre Schützlinge oder sich selbst im Griff und nicht jedes Schiedsrichtergespann ist in der Lage, hier sofort erfolgreich Grenzen zu setzen.“ Trotzdem weiß er von einer nach der jüngsten Erfolgsserie naturgemäß sehr guten Stimmung innerhalb der Mannschaft zu berichten und blickt den kommenden Herausforderungen optimistisch entgegen: „Wir wollten im Mittelfeld mitmischen und das tun wir. Uns ist bewusst, dass wir ein hohes und schwer zu erreichendes Ziel haben. Aber es ist erreichbar.“

HSG Konstanz  TVB 1898 Stuttgart

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