Barthelmeß setzt gegen Groß-Bieberau/Modau auf Zuschauerunterstützung.


Die letzten beiden Spieltage bis zum Abschluss der Vorrunde in der Oststaffel der 3. Handball-Liga haben Spitzenreiter Eisenach den satten Vorsprung von nunmehr acht Punkten auf den nächsten Verfolger, die SG Nußloch, eingebracht. Dahinter reihen sich die anderen Teams dicht gedrängt bis Rang 12 aufeinanderfolgend auf. Am Ende hat eine größere Lücke von fünf Zählern ein Quartett abgesondert, das sich derzeit mit den Abstiegsplätzen herumschlägt.

In diesem breiten mittleren Bereich ist auch die HG Oftersheim/Schwetzingen angesiedelt, ebenso wie ihr punktgleicher kommender Gast MSG Groß-Bieberau/Modau. Damit ist akut zwar keine große Gefahr im Kampf um den Klassenerhalt angesagt, aber ein Heimsieg wäre eminent wichtig, um den Gegner zu distanzieren und den Abstand nach unten zu wahren. Eine wichtige Grundlage dazu war der Erfolg bei Coburg II, den Linksaußen Max Barthelmeß mit seinem finalen Treffer zementierte. Ein genialer Rückhandpass von Daniel Hideg fand bei dem völlig frei stehenden Linksaußen den passenden Abnehmer, der sich aber nicht als Matchwinner sehen will: „Es war ein enorm wichtiger Sieg für uns, zu dem jeder sein Teil beigetragen hat.“

Fast seit Rundenbeginn ist er der alleinige Mann auf seiner Position. Nur kurz war Alexander Sauer wieder mit im Kader, bis er sich in Hanau das Bein brach. Doch auch weiterhin meint Barthelmeß, seit gut zwei Wochen 19 Jahre alt, einer von fünf Akteuren in seinem ersten Aktivenjahr: „Eigentlich ist Alex nach wie vor die Nummer 1. Ich kann  noch sehr viel von ihm lernen und hoffe, dass er so schnell wie möglich wieder fit zurückkehrt. Druck verspüre ich dabei momentan nicht. Es ist einfach nur geil, als junger Spieler so viele Spielanteile zu bekommen, um mehr Erfahrung sammeln zu können.“

Sammeln muss er auch in anderer Hinsicht. „Ich bin leider immer noch der Jüngste im Team und somit das Mädchen für alles, jedoch versuche ich mich selbstverständlich, vor jeglichen Aufgaben zu drücken, was jedoch selten gelingt. Da wir jedoch noch weitere junge Spieler haben, verteilen sich die Aufgaben auf mehrere Schultern.“

Die MSG sieht er als das an, was ihre aktuelle Position im Klassement andeutet: „Es erwartet uns ein Gegner auf Augenhöhe, den wir auf keinen Fall unterschätzen. Wir wissen, dass wir Spiele nur mit vollem Einsatz gewinnen können und mit dieser Einstellung gehen wir auch morgen rein, um die Punkte zu holen.“ Dabei lief es für die Südhessen zu Saisonbeginn nicht sonderlich gut. Sechs Spieltage lang mussten sie am Tabellenende mit dem einen Zähler leben, den sie sich im Auftaktmatch mit der HG teilten (23:23). Dann führte der Weg aber recht steil bergauf.

Macht die Halle zur Hölle

Deshalb setzt der Oftersheim Barthelmeß auch auf den Heimvorteil und wendet sich an die Zuschauer: „Es ist unser letztes Heimspiel in diesem Jahr, da brauchen wir die Unterstützung von euch. Also kommt zu uns und macht die Nordstadthalle zur Nordstadt-Hölle!“

Anwurf: HG Oftersheim/Schwetzingen – MSG Groß-Bieberau/Modau, Freitag, 20.15 Uhr, Nordstadthalle Schwetzingen.

HG Oftersheim/Schwetzingen  MSG Groß-Bieberau/Modau

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