Oftersheim/Schwetzingen hält Gelnhausens Tempozug in Schach.


„Dass es ein Kampfspiel zweier durch Ausfälle gezeichneten Mannschaften werden würde, war uns klar, aber es auch klar, dass die Punkte in unserer Situation hier bleiben müssen“, meinte HG-Trainer Holger Löhr. Und mit 32:28 (18:14) behielten seine Drittliga-Handballer von Oftersheim/Schwetzingen die Oberhand über den TV Gelnhausen.

Die Hausherren waren vor dem Tempospiel der Gäste gewarnt, bekamen aber zeitweilig dennoch Anschauungsunterricht in Sachen Konter, Schneller Mitte sowie Zweiter, Dritter Welle. „Doch unser Tempospiel war nicht so effektiv wie sonst. Wir hatten große Probleme im Abschluss, haben zu schnell abgeschlossen, nutzten Halbchancen“, haderte TVG-Coach Matthias Geiger. Hier blieb HG-Keeper Maximilian Herb häufig der Sieger. Dadurch blieb die Partie lange offen, aber mit fast ständigem Vorteil für das Heimteam. Bei 15:10 (20.) und 18:12 (27.) sah es fast nach purer Dominanz aus. Doch halbzeitübergreifend ließen die HG-Angreifer in ihren Bemühungen etwas nach und urplötzlich waren die Hessen wieder in Schlagdistanz (18:16).

Dann waren jedoch wieder Daniel Hideg, Max Barthelmeß, Lino Messerschmidt und Co. am Zug (22:18), mussten aber auch weitere Rückschläge hinnehmen (22:21), sich aber bis zum Abpfiff nicht mehr beugen, was auch Verdienst des eingewechselten Torwarts Marius Gabel war. Und auch die Kurpfälzer wissen wie flinkes Spiel funktioniert, demonstrierten dies mit blitzsauberen Zweiten Wellen zum 25:22. Doch bis zum Ende durften sie in ihren Anstrengungen nicht lockerlassen. Ein Solo von Hideg auf der Mitte zum 28:24 (54.) reichte noch nicht. Gelnhausen blieb ständig im Nacken (28:26, 30,28), hatte auch Möglichkeiten zu Anschlusstreffern, die jedoch ungenutzt verstrichen. Mit einem Rückhandanspiel von Lukas Sauer auf Niklas Krämer am Kreis und einem Siebenmeter (Messerschmidt war gefoult worden) durch Hideg wurde letzte Zweifel beseitigt.

„Das war von Anfang an ein sauschnelles Spiel, wir sind viel Tempo gegangen“, stufte auch Hideg den Verlauf ein. „Der TVG nahm jede Schnelle Mitte, ging jedes Mal brutal nach vorne. Bei unserem aktuell nicht so großen Kader fehlt dann irgendwann die Luft, wenn du nicht wechseln kannst.“ So sah es auch sein Trainer Löhr: „Gelnhausen hat Geschwindigkeit aufgebaut, ging mit Dampf über 60 Minuten. Das kannst du nicht über die ganze Zeit mitgehen. In der zweiten Halbzeit wurde es schwer, das Tempo zu verteidigen, da dann die Kräfte nachließen. Aber spielerisch haben wir alles rein gehauen, was ging. Denn dies waren zwei enorm wichtige Punkte für uns.“ Und die wurden auch vorne mit erspielt. „Unser Angriffsspiel war stark“, meinte Hideg, der selbst intensiv daran beteiligt war. „Aber in der Abwehr, im Zusammenspiel mit unseren Torhütern war noch Luft nach oben.“

HG: Herb, Gabel; Barthelmeß (5), Messerschmidt (2), Jansen (4), Zipf (1), L. Sauer (3), Krämer (4), Suschlik (3), Demel, Hideg (10/4), Krepper.

HG Oftersheim/Schwetzingen  TV Gelnhausen
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