Spiel Nummer 5 in der Oststaffel der 3. Handball-Liga führt die HG Oftersheim/Schwetzingen an den Main zur HSG Hanau (Sonntag, 17 Uhr), ein Mittelfeldduell sozusagen, den das Gastgeberkonto weist im Moment nur einen Pluszähler mehr auf.


Doch Position und Ambition des Gegners interessieren HG-Trainer Holger Löhr nur in zweiter Linie. Nachdem die ersten beiden packenden Derbys gegen Großsachsen und Nußloch nunmehr Geschichte sind, gilt sein Hauptaugenmerk seinem Hauptanliegen, die intensive Weiterentwicklung seiner Spieler, wie er selten vergisst hervorzuheben. Deshalb beschäftigte er sich gemeinsam mit seinem Trainerteam und der Mannschaft zunächst mit einem Rückblick und weniger mit Hanau. „Wir haben das Nußloch-Spiel und unsere dabei gemachten Fehler analysiert. Gerade im Angriff haben wir die in der offenen 6:0-Deckung gebotenen Möglichkeiten nicht genutzt“, sah er noch Potenzial in der Entscheidungsfindung. „Und unser Tempo war auch nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. So haben zwei, drei einfache Tore gefehlt.“ Das hätte möglicherweise zum Erfolg gereicht, ist aber nun Schnee von gestern.

An der Niederlage knabbert aber keine der HG-Akteure herum. Sie wissen, dass sie dem Favoriten einen großen Kampf geliefert hatten und bekamen dies von allen Seiten auch bestätigt. Deshalb sieht Löhr bei der anstehenden Aufgabe keine negativen Vorzeichen. „Bei uns im Team herrscht ein absolut guter Geist, alle ziehen an einem Strang und das gefällt mir so. Doch wir müssen auch bemüht sein, unsere zweite Reihe spielerisch noch näher an die anderen heranzuführen“, stellt er erneut den Ausbildungsgedanken in den Mittelpunkt.

Hanau war in der Endabrechnung der letzten Saison Dritter und wurde im Vorfeld der aktuellen Runde nach Eisenach und Nußloch am häufigsten zum erweiterten Favoritenkreis gezählt. Und bislang setzte es eben nur bei der SGN eine Niederlage, die anderen Partien wurden positiv beendet. So auch das Derby gegen die HSG Rodgau/Nieder-Roden aus der Nachbargemeinde, das allerdings bis zum Ende auf des Messer‘s Schneide stand (22:21). Zur Hanau hat der Coach festgestellt: „Diese Mannschaft ist sehr heimstark, hat eine überragende letzte Saison gespielt und ist körperlich recht robust. Da muss bei uns vieles passen, damit wir gewinnen.“ Und dafür, dass vieles passt, haben seiner Männer unter der Wochen schweißtreibend gearbeitet. Jetzt wollen sie dafür auch den Lohn eintüten.

HSG Hanau  HG Oftersheim/Schwetzingen

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