Schade! Leider konnten sich die Mädels des SVA nicht für einen über weite Strecken des Spiels engagierten und mutigen Auftritt belohnen.


Gute 45 – 50 Minuten reichen in der Oberliga nicht, um ein Spiel beim Tabellenführer zu gewinnen. Dieses „Problem“ zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison der Frauen II des SVA und die Mannschaft konnte es bislang in zu wenig Spielen ablegen.

Taktisch gut eingestellt und mit einer „Sonderbewachung“ gegen den Rückraumkracher der Gastgeberinnen, Anke Gehrke, gestaltete der SVA das Spiel in der ersten Halbzeit offen. Das eine oder andere Mal gelang sogar eine Führung. Allerdings  zeigte sich auch schon hier die Achillesferse des Spiels. Die erste Welle der HSG ist eine Waffe. Keine Mannschaft in der Oberliga spielt die Tempogegenstöße derart schnell und präzise wie die Mannschaft von Trainer Jochen Knauß. Eigene technische Fehler oder schlecht abgeschlossene Würfe werden konsequent genutzt und sofort in Tore umgemünzt. Überfallartig laufen immer zwei bis drei Spielerinnen der Heimmannschaft zum Tempo. So geschehen zwischen dem 5:5 und dem 5:8 in Halbzeit eins. Trotzdem hielt der Gast vom Bodensee dagegen und hätte sogar mit einem Unentschieden in die Kabine gehen können.

Wäre man besser nicht zur Pause gegangen. Obwohl zum zigsten Mal thematisiert, verschliefen die Mädels des Trainerteams Spiegel/Leenen mal wieder den Anpfiff zur zweiten Halbzeit Erwähnenswert ist –trotz der Enttäuschung über diese erneute kollektive Auszeit – die Einstellung der Mannschaft. Zu keinem Zeitpunkt gab man sich auf und kämpfte bis zum Schluss um ein achtbares Ergebnis, welches sicher gegen die derzeit stärkste, weil in der Breite am besten aufgestellte Mannschaft, mit einer 8 Tore Niederlage auch gelang. Zur Erinnerung, das Hinspiel ging mit 19 Toren Differenz verloren. Ein Sonderlob der beiden Trainer hatte sich an diesem Samstagabend Jule Wollny verdient. Die Co-Spielführerin ging mit einem Höchstmaß an Einsatz und Engagement voraus und war damit ein Vorbild für alle anderen Spielerinnen.

„Für uns wird es von Woche zu Woche nicht einfacher. Durch die Siege unserer beiden Mitkonkurrenten im Kampf gegen den Abstieg, Strohgäu und Bönnigheim, sind es jetzt fünf Punkte auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz geworden. Dessen sind wir uns bewusst. Aber wir versuchen aus unserem Kader das Optimum rauszuholen. Leider fehlen uns diese Saison die Mittel aus dem Rückraum, was es unseren Gegnern sehr einfach macht, aus einer stabilen 6:0 Abwehr heraus gegen unseren „Zwergenrückraum“ zu verteidigen. Aber es ist wie es ist. Die Arbeit mit den Mädels macht Rainer und mir sehr viel Spaß und wir werden bis zur letzten Chance kämpfen“, so ein motivierter Trainer Andy Spiegel.

Nach dem spielfreien Wochenende am 23./24.02. und der darauf folgenden Fastnacht, geht es zum ersten von acht restlichen „Matchbällen“ am 10.03.19 zum Spiel nach Bönnigheim. Dort muss etwas Zählbares mitgenommen werden, will man nicht frühzeitig den Anschluss verlieren.

HSG Leinfelden/Echterdingen – SV Allensbach II 32:24 (14:12)

SV Allensbach: Spiegel, Singler;  Koch (3), Allgaier (2), Heinstadt, Epple (7/5), Wollny (6), Lauth, Scharff, Holzmann (1), Dzialoszynski (4), Moll, Leenen (1), Kayser.

HSG Leinfelden/Echterdingen  SV Allensbach

Zum Seitenanfang