Am vergangenen Samstag standen die Damen des TuS Steißlingen in Leinfelden-Echterdingen vor der nächsten Herausforderung.


Nach den vergangenen Spielen ohne Niederlage wollte man auch auswärts in Leinfelden alles daransetzen, die nächsten Zähler einzufahren.

Die Partie gestaltete sich zunächst sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften spielten auf Augenhöhe, so stand es nach 11 Minuten 6:6. Durch Fehler auf beiden Seiten gelang es auch keiner der beiden Mannschaften sich vorerst abzusetzen. In der 17. Spielminute ging man durch ein Tor von Selin Gaus erstmals 9:10 in Führung. Leider blieb die an diesem Tag stark aufgelegte Selin nach ihrem Tor am Boden liegen. Für sie war die Partie beendet und man muss weiterhin hoffen, dass es mehr der Schock war als etwas bedeutend Ernsteres.

Nach dieser Situation musste die Mannschaft um Trainer Sascha Spoo noch enger zusammenrücken und man konnte sich fünf Minuten vor der Halbzeit einen 3-Tore-Vorsprung herausarbeiten. Dies ließen sich die Damen aus Leinfelden jedoch nicht gefallen und glichen zum Halbzeitpfiff zum 16:16 aus.

Auch nach der Halbzeitpause blieb das Spiel spannend und beide Seiten erzielten immer wieder wichtige Treffer. Trotz sehr vieler technischer Fehler und unkonzentrierter Abschlüsse ließ man die HSG nicht davonziehen und zog immer wieder Tor um Tor nach. Erst in der 52. Minute gelang es den Stuttgarterinnen einen 3-Tore-Vorsprung für sich herauszuarbeiten. Auf Steißlinger Seite kam man zwar am Ende nochmals auf zwei Treffer heran, musste sich aber am Ende mit 30:28 geschlagen geben. Damit müssen die Blau-Weißen zudem ihre erste Saisonniederlage einstecken.

Auch wenn an diesem Tag vieles nicht glatt lief, man mit der Verletzung von Selin Gaus erneut einen harten Brocken zu verkraften hatte und gleichzeitig Schiedsrichter hatte, welche nicht gerade zu Steißlinger Gunsten pfiffen, standen sich die TuS-Damen am Ende selbst im Weg. Nichtsdestotrotz kann aus der Niederlage auch etwas Positives gezogen und aus den Fehlern gelernt werden.

Trainer Sascha Spoo findet folgende Worte für das verlorene Spiel: „Leider haben wir uns durch zu wenig Präzision in unseren Aktionen ein stückweit selbst geschlagen. Ein Sieg wäre durchaus drin gewesen, auch denn der Ausfall von Selin sehr früh war. Kämpferisch kann ich allerding keiner einen Vorwurf machen. Die Moral sowie die Einstellung meiner Spielerinnen waren sehr gut. Nun bleibt zu hoffen, dass es bei Selin nichts Schlimmeres ist. Es gilt nun als Team noch enger zusammen zu rücken und jede Spielerin muss noch mutiger als bisher sein. Ich glaube an die Mannschaft und wir werden auch diese schwere Situation gemeinsam meistern!“

Am kommenden Wochenende wartet der nächste Brocken, allerdings vor heimischem Publikum. Hier möchten die Bodensee-Damen erneut alles daransetzen in heimischer Halle unbesiegt zu bleiben.

HSG Leinfelden-Echterdingen - TuS Steißlingen 30:28 (16:16)

HSG Leinfelden-Echterdingen: Carlina Luft (3), Janika Hummel (4), Anja Heidinger (4/1), Kerstin Tscherwitschke, Nathalie Kroer (4), Nicole Berwanger (5/5), Ricarda Schuck (6), Alexandra Brändle, Mirjam Sperr, Marie Elsäßer (2), Daniela Locher (2), Nina Zeeb, Lara Havjar, Jochen Knauß, Jane Bäuchle, Ann-Katherine Nordmann; Trainer: Jochen Knauß

TuS Steißlingen: Sarah Riebel, Lena-Maria Störr (8/4), Alina Bauer (6), Selin Gaus (3), Kerstin Lang (3), Rebecca Maier (2), Fabienne Wolf (3), Evelyn Rauscher, Elena Rimmele (1), Sarina Müller, Janine Lauth (1), Julia Scharff, Carla Bickel (1), Kim-Kristin Schmitt, Sascha Spoo; Trainer: Sascha Spoo

Schiedsrichter: Frank Kraaz (WHV), Tobias Lay (WHV)

Zuschauer: 200

Gelb: Nathalie Kroer (3.), Nicole Berwanger, Daniela Locher (6.) / Alina Bauer (4.), Selin Gaus (3.), Sarina Müller

Strafminuten: 10:6

2 Minuten: Daniela Locher, Daniela Locher, Marie Elsäßer, Ricarda Schuck, Nathalie Kroer / Lena-Maria Störr, Rebecca Maier, Elena Rimmele

Vergebene Siebenmeter: Nicole Berwanger, Nicole Berwanger, Anja Heidinger, Anja Heidinger / Lena-Maria Störr

HSG Leinfelden-Echterdingen  TuS Steißlingen

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