Ja, wenn auch die Überschrift etwas martialisch klingt, aber der außenstehende Fan unserer Zweiten konnte sich dieses Eindruckes zumindest in Halbzeit eins nicht erwehren.


Sicher, man war durch die Verletzungen einiger Spielerinnen  etwas verunsichert, wobei mit Lisa Maier immerhin eine dieser Spielerinnen den Verletztenstand verlassen konnte. Auch konnte der Abgang von Selina Röh, welche Studienbedingt den Verein verlassen musste, nicht im erforderlichen Masse kompensiert werden. Allerdings leisteten sich die Junghühner vor allem in Halbzeit eins zu viele technische Fehler, waren darüber hinaus in der Abwehr überhaupt nicht präsent und überließen den Gästen, ja man muss es vielleicht so krass sagen, fast kampflos das Feld.

Zu einfach erzielten die Ottenheimerinnen ihre Tore. Darüber hinaus bekamen auch die Torhüterinnen des SVA keinen Ball zu fassen, keine guten Voraussetzungen also für eine erfolgreiche Spielgestaltung. In der 26. Minute dann auch folgerichtig ein sechs Tore Rückstand für unsere Zweite. Witzigerweise, oder soll man sagen „Gott sei Dank“, rüttelte  eine Verwarnung für Trainer Rainer Leenen, er hatte sich wiederholt über die denn doch etwas „Gewöhnungsbedürftigen“ Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns aus dem schwäbischen aufgeregt, die Mannschaft aus ihrem „Sommerschlaf“ wach. Mit dem Halbzeitpfiff erzielte Sabrina Schmidt das 11:14. Also noch, so empfanden es die Fans des SVA, war die Entscheidung über den Spielausgang nicht gefallen.

Nun, Halbzeit zwei sollte ein anderes Gesicht zeigen. Fortan gingen unsere Mädels wesentlich energischer zur Sache, waren jetzt auch präsenter, nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff. Endlich war auch der lange vermisste Kampfgeist unserer Mädels erwacht, allen voran Lisa Maier zeigte, wie es geht mit der Abwehrarbeit. Dieser Einsatzwille wurde belohnt, denn nach knapp 32 Minuten keimte zum ersten Mal so etwas wie Hoffnung auf das Spiel zu drehen. Lisa Maier hatte da gerade den Treffer zum 12:14 erzielt. Trotzdem, immer wieder schlichen sich leichte Fehler ein, zu oft wurde beim Abspiel „geschludert“. Ottenheim bedankte sich des Öfteren und nutzte die Unzulänglichkeiten im Allensbacher Spiel sofort. Mitte der zweiten Halbzeit daher immer noch ein drei Tore Vorsprung für die Gäste aus der Ortenau.

Alles lief darauf hinaus, wer am Ende das „glücklichere Händchen“ haben würde. Ottenheim wollte das Ergebnis verwalten, Allensbach aber unbedingt noch etwas Zählbares erreichen. Acht Minuten vor Schluss, noch eine Auszeit des SVA. Zu diesem Zeitpunkt stand es 21:24 für die Gäste. Heiße Aufgabe für das Trainerteam des SVA: Was kann in den verbleibenden Minuten noch erreicht werden? Nun, gleich nach Wiederanpfiff erzielte Saskia Gehrlein von den Gästen den Treffer zum 21:25. Die Vorentscheidung? Noch nicht! Die SVA Mädels kämpften sich zurück und als Jule Wollny in der 59. Minute den Anschlusstreffer zum 25:26 erzielt hatte, war plötzlich auch ein Punktgewinn in Reichweite. Doch dazu kam es dann doch nicht mehr, es blieb beim 25:26 Erfolg für die Gäste, der, unter Berücksichtigung der ersten Halbzeit, denn doch „etwas mehr verdient“ war als ein Punktgewinn für unsere Mädels.

Nächstes Spiel: Samstag 30.09.17 bei der SG Kappel/Steinb. Um 18:00 Uhr. Auch nicht gerade eine einfache Aufgabe.

SV Allensbach II - TuS Ottenheim 25:26 (11:14).

Es spielten: Julia Gruber, Elisa Singler; Jennifer Heinstadt (1), Jule Wollny (1), Johanna Leenen, Lisa Maier (4), Lucy Dzialoszynski (9/5), Jasmin Moll (2), Sabrina Schmidt (1), Laura Epple (4), Laura Kayser (3).

SV Allensbach  TuS Ottenheim
Zum Seitenanfang