Manchmal ist man einfach sprachlos, wenn man Augenzeuge eines Spieles ist, in der die Heimmannschaft zwar durchaus bereit ist das Spiel gewinnen zu wollen, dann aber an seinen eigenen Unzulänglichkeiten kläglich scheitert!


Zu Beginn des Spiels sah man eine HSG Strohgäu, die sowohl in Abwehr als auch  im Angriff sehr präsent war. Im Angriff schnell, clever und wendig, so dass sich der SVA das eine oder andere Mal wunderte, weshalb er zumeist nur zweiter Sieger war. In dieser Zeit war es allein Jule Gruber im Kasten der Hausherrinnen zu verdanken, dass das Spiel  offen blieb. Strohgäu hatte einfach die bessere Spielanlage und kam so zu einfachen Toren, während Allensbach seine Tore zumeist nur durch Einzelleistungen erzielte. Das 4:4 in der 9. Minute sollte das Letzte Mal sein, dass die SVA Mädels in der Lage waren auszugleichen. Von da ab liefen sie grundsätzlich einem Rückstand hinterher, mal mehr, mal weniger. Immer dann, wenn es so aussah, dass das Spiel zu Gunsten des SVA gedreht werden könnte (so z.B. beim 7:8 in der 17. Minute), war man nicht geduldig genug oder vergab leichtfertig seine Chancen. Strohgäu wusste dies fast immer zu seinen Gunsten zu nutzen und zog ein wenig davon (10:13). Trotzdem bei Halbzeit war immerhin noch alles drin (11:13).

Halbzeit zwei und Anspiel für den SVA, also die Chance auf ein Tor Rückstand zu verkürzen! Wieder wurde die Chance nicht genutzt und fing sich dadurch Postwendend ein weiteres Gegentor ein. In den folgenden Minuten hatte der Außenstehende durchaus das Gefühl, dass die SVA Mädels das Spiel hätten kippen können, dies unter anderem deshalb, weil sich jetzt auch die Gäste den einen oder anderen Schnitzer erlaubten, was den Hausherrinnen die Möglichkeit gegeben hätte, zum Ausgleich zu kommen. Doch immer wieder stand sich der SVA selbst im Weg. Hier zeigte sich wohl die Verunsicherung die sich die Mädels in den vergangenen Partien eingehandelt hatten. Herausgespielte Chancen wurden allzu oft kläglich versemmelt, immer wieder dieselben Würfe – ein gefundenes Fressen für den Torhüter der Gäste.

Trotzdem, nach 45 Spielminuten stand es nur 17:18 für die Gäste! Unsere ehemalige Spielerin, Kathrin König, gab nach dem Spiel zu Protokoll, dass sie zu diesem Zeitpunkt befürchtete, dass das Spiel da hätte kippen können! Doch statt dass der Ausgleich erzielt worden wäre, die Chancen hierzu waren mehrfach vorhanden, fing man sich jetzt ein Tor ums andere ein. Nichts ging mehr, die Mannschaft des SVA spielte fortan völlig hilflos auf, verballerte alle sich bietende Möglichkeiten. Das Fiasko war perfekt! Acht Tore nacheinander für die Gäste ohne eigenes Gegentor! Mädels, das ist für die Liga „unterirdisch“! Man kann verstehen, weshalb das Trainergespann Harter/Leenen „Stocksauer“ auf seine Mädels ist. Mehr ist da dazu nichts zu sagen. Am Ende also ein völlig verdienter Erfolg für die Mädels der HSG Strohgäu – auch der Höhe nach!!!

Nächsten Samstag in Pforzheim wird sich zeigen, was die Mädels aus dem heutigen Spiel mitgenommen haben.

SV Allensbach II - HSG Strohgäu 17:26 (11:13)

Es spielten: Jule Gruber, Elisa Singler; Katja Allgaier, Jennifer Heinstadt (1), Franziska Hoeppe, Jule Wollny (2), Johanna Leenen (2), Lisa Maier (5), Lucy Dzialoszynski (2/1), Jasmin Moll, Sabrina Schmidt, Laura Epple, Laura Kayser (5).

SV Allensbach  HSG Strohgäu

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