Niederlage gegen Neu-Tabellenführer Pforzheim.


Es schien alles angerichtet zum Showdown beim Spiel um die Tabellenspitze aus Sicht der heimischen SG: Ein nötiges Abschlusstraining in der ungewohnten Neuen Bühler Halle in der man sonst nie trainiert, der sehr gute Zuschauerzuspruch und tolle Stimmung von den Rängen. Einzig die Mannschaft erwischte den schlechtesten Start der Runde und ließ alle guten Vorsätze in diesem Topspiel bis zum 1:7 Rückstand in der 12. Minute gleich einmal platzen. Bis dahin musste das Trainerduo Bauer/Manz auch bereits ganz früh die erste Auszeit ziehen, da man sich reihenweise sonst nicht gesehene Technische Fehler, Fehlwürfe und Abwehrschwächen leistete, die sichtlich an der Moral und dem Selbstvertrauen der jüngsten Mannschaft der Liga zehrten.

Erst beim 5:9 durch Munja Kotzian, die Fitore Aliu auf Rechtaußen sehr gut vertrat, keimte langsam wieder etwas Hoffnung auf, die bisher so oft gesehenen Tugenden des Teams wieder sehen zu dürfen. Erneut leistete man sich aber zu viele individuelle Fehler und konnte die massiv stehende 6:0 Abwehr vor einer überragenden Torhüterin Jasmin Scheid viel zu selten mit effektiven Zweikämpfen in Verlegenheit bringen. Auch die Abwehr zeigte in den verschiedenen Varianten nie den gewohnten Biss und die Entschlossenheit, die den Rebländerinnen sonst zu eigen ist. Dabei mussten die Pforzheimerinnen den Achillessehnenriss von Spielmacherin Justin Stindel verkraften, was allerdings die routinierten Gäste nur kurzfristig aus dem Konzept brachte und einen Pausenrückstand zum 9:15 bescherte.

Nach dem Wechsel versuchte die SG Bank erneut mit einer doppelten Kurzdeckung die beiden Haupt-Torschützinnen Versakova und Henschel aus dem Spiel zu nehmen, was aber ebenso nicht gelang, wie bei allen Abwehrvarianten zuvor. Dabei ließ man erneut auch im Angriff reihenweise klare Torchancen liegen, bzw. scheiterte immer wieder an der überragenden gegnerischen Torsteherin oder an Latte und Pfosten. So zückten die Heim-Trainer in der 40. Minute ihre letzte und dritte Auszeitkarte, um mit einer offensiven Manndeckung den letzten Joker zu ziehen, um dem Spiel nochmals eine Wende zu geben. In der Zwischenzeit mit der 17 jährigen Nachwuchstorhüterin Naomi Baumann für Miriam Federau erstmals im Tor, keimte nun doch noch einmal Hoffnung auf, als man sich nun viele Bälle im 1:1 erkämpfen konnte und beim 23:27 noch einmal aufkam. Leider wurde dann aber auch der 3. Strafwurf vergeben und die Zeit lief den nie aufgebenden SG-Mädels sichtlich davon. Trotz eines völlig unbefriedigenden Spiels muss man den Mädels der Spielgemeinschaft bescheinigen, dass sie sich nie aufgaben und wenigstens zum Schluss zeigen konnten, dass man nicht zufällig mit oben an der Tabellenspitze steht.

Dass dies letztlich gegen eine äußerst ausgebuffte und clevere Mannschaft aus Pforzheim an diesem Tag nicht reichte, war für Mannschaft und Verantwortliche sichtlich schmerzhaft und enttäuschend. Dennoch sollte man die Tränen schnell wieder trocknen und sich möglichst bald wieder auf die vielen positiven Eigenschaften besinnen, die den Fans in dieser Saison so oft auch viel Freude bereitete, aber auch dafür gesorgt hat, dass man immer noch auf einem Aufstiegsplatz steht, den es in den anstehenden schweren Partien nun zu verteidigen gilt! (Bericht:  Drulli)

SG Kappelwindeck/Steinbach  - TG 88 Pforzheim  26:30 (9:15)

Aufstellung: Federau, Baumann;  Laetitia Quist 6, Nathalie Droll, Franzi Manz 3, Munja Kotzian 5, Simone Falk 2/2, Karla Höhne 2, Celine Baier 2, Sarah Daul 2, Kathrin Gerpach, Verena Keller, Stephi Elies 4.

SG Kappelwindeck/Steinbach  TG 88 Pforzheim

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