Im Oberliga-Spitzenspiel war wirklich alles geboten, was den Handball ausmacht.






In einer an Dramatik nicht zu überbietenden Partie kamen die 900 Zuschauer in der Sandweierer Rheintalhalle voll auf ihre Kosten. Am Ende stand ein leistungsrechtes Remis. Es war ein außergewöhnlicher Handball-Abend.

Die beiden Mannschaften begegneten sich dabei auf Augenhöhe und lieferten sich ein Kampfspiel allererster Güte. Beide Teams hätten das Spiel für sich entscheiden können. Dass am Ende ein 20:20-Unentschieden stand, war gerecht. Diese Partie hatte keinen Verlierer verdient. Letztlich durften sich beide Kontrahenten als Sieger fühlen und wurden folgerichtig von den begeisterten Fans mit stehenden Ovationen gefeiert.

Hier noch einmal die hochspannende Schlussphase: Die Uhr zeigt 58 Minuten und 32 Sekunden an. Sören Schmid legt für Pforzheim/Eutingen per Siebenmeter zum 19:20 vor. 58:53 Auszeit TVS 1907 Baden-Baden. 59:10 Max Mitzel erzielt für den TVS den Ausgleich zum 20:20. 59:42 Auszeit SG Pforzheim/Eutingen.

Danach Drama pur. Pforzheim verliert den Ball und Manuel Mönch. Der SG-Torjäger blockiert absichtlich den Ball und wird dafür regelkonform disqualifiziert. Zudem gibt es Siebenmeter für den TVS.

Die Uhr zeigt 59:50 an. Jonas Schuster, der zuvor drei Siebenmeter sicher verwandelt hat und mit insgesamt sieben Treffern erfolgreichster Torschütze auf dem Feld ist, übernimmt die Verantwortung, wirft an SG-Torhüter Bastian Rutschmann vorbei, trifft aber nur den Pfosten.

Pforzheim/Eutingen startet blitzschnell zum Gegenangriff und erhält in allerletzter Sekunde noch einen Freiwurf zugesprochen. Jonathan Buck wirft direkt und TVS-Torhüter Matthias Meßmer bekommt den Ball zu fassen. Aus. Ende. 20:20 - ein Ergebnis, mit dem beide Mannschaften leben können. (Bilder: raykun)

TVS 1907 Baden-Baden 

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