Zupacken – wie hier im Vorbereitungsspiel gegen den TV WIllstätt – heißt es am Samstag für Felix Zipf (hinten) und Philipp Harter (r.) sowie ihre TuS-Kollegen. ©Christoph Breithaupt
Nach zwei deutlichen Niederlagen geht es für den Handball-Oberligisten TuS Schutterwald am Samstag (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen den TSV Neuhausen/Filder primär um zwei Dinge: eine Leistungssteigerung und wenn möglich zwei Punkte. Der Gegner gehört allerdings zum Besten, was die Liga zu bieten hat.

 

„Unsere derzeitige Form spricht nicht für uns“, will TuS-Coach Nico Baumann nichts beschönigen. Doch so ratlos wie er noch nach der 22:33-Klatsche beim TSV Birkenau war, ist er nach genauem Videostudium nicht mehr. „Wir haben gravierende Fehler gefunden, an denen wir diese Woche hart gearbeitet haben.“ Ins Detail will der Trainer nicht gehen, aber klar ist auch, dass die Situation die Spieler vor allem auch mental fordert. „Wir dürfen nicht zu früh den Kopf in den Sand stecken, sondern müssen wieder den Glauben an uns selbst finden“, so Baumann. Dann käme die Mannschaft auch wieder dort hin, wo sie mal war und eigentlich auch sein sollte. Ob es dann schon zu Punkten reicht, müsse man sehen. 

Im Keller ist die Stimmung trotz des Fehlstarts aber nicht. „Wir haben auch vergangene Saison mit 1:3 Punkten begonnen, jetzt haben wir 0:4“, sieht der Coach noch kein Land unter. 

Auch Neuhausen/Filder hat noch Probleme

Auch Gegner TSV Neuhausen/Filder, vergangene Saison als Dritter knapp am Wiederaufstieg in die 3. Liga gescheitert, kämpft noch mit Problemen. Dem knappen Sieg in Birkenau folgte eine 32:38-Heimniederlage gegen Weinsberg in einer leeren Halle – weil man zum Corona-gebeutelten Kreis Esslingen gehört. Nach wie vor fehlt mit dem verletzten Timo Durst ein überragender Mittelmann, gegen Weinsberg musste auch noch Hannes Grundler mit einer Handverletzung passen. Und Trainer Markus Locher rätselt vor der Fahrt nach Schutterwald: „Sie sind schon unter Druck, das kann es einfacher oder schwieriger werden. Sie haben jetzt zweimal klar verloren, was bei ihrer Qualität völlig überraschend ist. Aber manchmal ist das zweite Jahr für einen Aufsteiger schwieriger, und jetzt muss man sehen, was sie uns anbieten.“

130 Zuschauer

Stand Donnerstag sind zwar 130 Zuschauer in der Mörburghalle zugelassen, die Situation ist freilich dennoch gewöhnungsbedürftig. „Wir hatten vergangene Saison richtig gute Spiele, in denen wir das Publikum mitgenommen haben. Es ist schon ein Unterschied, ob man vor 130 oder 600 Zuschauern spielt“, gibt Baumann zu bedenken und hofft, dass die 130 für entsprechende Stimmung in der Halle sorgen. 

Karten gibt es noch über die Homepage des TuS Schutterwald (www.tus-schutterwald.de) und möglicherweise auch an der Tageskasse. 

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