In einem Oberliga-Derby, welches nicht alle Erwartungen erfüllte, konnte sich der TuS Altenheim mit 32:30 (17:12).


Während der TuS Altenheim mit einer kompakten Mannschaftsleistung aufwartete, fehlten beim TV Willstätt Leidenschaft und Harmonie. Dazu kam noch, dass man nach dem Spiel das Image des Vereins durch Rempeleien mit Altenheimer Zuschauern auch nicht förderlich bediente.

Die Herbert-Adam-Halle war ausverkauft und die Einheimischen durften auch nach dem vierten Heimsieg jubeln. In eigener Halle blieb der TuS Altenheim damit weiter ungeschlagen, da man gegen Söflingen und Altensteig die Punkte teilte.

Obwohl der TV Willstätt über die gesamte Spielzeit hinweg nie eine Führung heraus spielen konnte, hatte man bis Mitte der ersten Halbzeit den Kontakt zum Gegner nie abreißen lassen. Bis zum 9:8 hatte die Schilling-Sieben nie höher als mit zwei Toren vorlegen können. Optisch hatte sich Altenheim aber schon Vorteile verschafft, da das eigene Spiel flüssiger lief. Martin Valo erkannte die positive Entwicklung bei den Gastgebern und versuchte diese mit einer Auszeit zu stoppen. Die einminütige Verschnaufpause nutzte der TuS Altenheim offensichtlich besser. Bis zum 15:10 war von den Gästen nicht viel zu sehen. Auch die Verletzung von Marius Heitz wirkte sich nicht negativ bei den Gastgebern aus, obwohl der Youngster bis dahin schon 5 Tore erzielt hatte. Zur Halbzeit führte der TuS Altenheim leistungsgerecht mit 17:12.

Willstätt versuchte es im zweiten Durchgang mit einem defensiven Bollwerk, wechselte dann wegen Erfolgslosigkeit wieder auf eine 5-1 Deckung, da die Altenheimer Spieler ihre individuellen Stärken ausspielten. Ob Andres Stoll von Rechtsaußen, Peter Sutter von Halblinks, Tobias Müller am Kreis oder Jonas Link auf Halblinks, alle TuS-Spieler hatten „ihre“ gute Lösung gefunden um ein Tor zu erzielen. Willstätt bäumte sich Mitte der zweiten Halbzeit nochmals bis zum 23:20 auf. Die Schilling-Truppe hielt nicht nur diesem Druck stand, sondern bestrafte jeden Willstätter Fehler gnadenlos. Hatte der TV Willstätt die Lücke in der TuS-Abwehr gefunden, stand ein weiteres Problem, Namens Gunther Zölle, vor ihnen. Erst nach dem 32:26 nahmen die Altenheimer den Fuß vom Gaspedal. Willstätt durfte das Ergebnis noch etwas angenehmer gestalten, mehr war aber nicht drin.

Während nach dem Spiel TuS Trainer Michael Schilling Zufriedenheit ausstrahlte, musste sein gegenüber Martin Valo seine frustrierten Jungs betreuen. Keine leichte Aufgabe, da sich einige Spieler noch nicht mit der Niederlage abgefunden hatten. Attacken gegen die gegnerischen Fans blieben nicht aus, dabei sollte man doch gerade in der aktuellen Situation Ruhe bewahren. Altenheim ist zumindest in der eigenen Halle in der Oberliga angekommen, Willstätt hat noch einiges an Arbeit vor sich.

Gunther Zölle feierte und wurde gefeiert.

TuS Altenheim - TV Willstätt 32:30 (17:12)

TuS Altenheim: Fabian Silberer, Gunther Zölle - Peter Sutter (6/3), Jonas Link (5), Oliver Maier, Max Echle (1), Marius Heitz (5), David Reuter - Andreas Stoll (6), Ben Schöttler (1), Johannes Teufel - Hannes Emrich (1), Tobias Müller (7) - Peter Strosack, Michael Schilling; Trainer: Michael Schilling

TV Willstätt: Marco Henne, Felix Heuberger - Dominic Höll (3), David Knesovic (2), Marco Schlampp (5), Felix Kracht (1), Luchian Halmagyi, Mathias Riedel (6/2) - Wolfram Finkbeiner (2), Michael Herzog (1/1), Jonas Monschein (4) - Nicolas Kolb, Fabien Winogrodzki (5) - Mirko Jentsch (1), Martin Valo; Trainer: Martin Valo

Schiedsrichter: Dominic Fies (Tiefenbronn), Markus Lipps (Pforzheim)

Zuschauer: 800

Gelb: Johannes Teufel, Tobias Müller (4.), Ben Schöttler (6.), Michael Schilling (2.) / Fabien Winogrodzki (7.), Mathias Riedel (4.), Martin Valo (2.)

Strafminuten: 12:10

2 Minuten: David Reuter, Max Echle, Tobias Müller, Ben Schöttler, Peter Sutter, Jonas Link / Luchian Halmagyi, Luchian Halmagyi, Fabien Winogrodzki, Fabien Winogrodzki, Felix Kracht

TuS Altenheim  TV Willstätt

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