Johannes Weide. ©handball-server
Johannes Weide. ©handball-server

In unserer Serie „Ansichtssache“ äußern sich Sportler und Funktionäre aus der Region zu aktuellen und allgemeinen Themen. Diesmal Johannes Weide vom Handball-Südbadenligisten TuS Ottenheim.

Johannes Weide über …

... sein letztes Konzert: Leider schon eine Weile her. Sommer 2019. Die Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV) im Europa-Park. 

... seinLieblingsserie: Die Serie „Billions“ hat absolutes Suchtpotenzial. Hier warte ich gespannt auf die neue Staffel, die hoffentlich 2021 kommt.  

... Facebook, Instagram und Co.: Aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Es ist schon Wahnsinn, wie viele Daten die „Social Networks“ mittlerweile über uns besitzen und was für eine Machtposition dadurch für Facebook und Co. entsteht, unser (Kauf-)Verhalten zu beeinflussen.

... Geisterspiele: Schwieriges Thema. Auf der einen Seite ist es richtig, dass der Gesundheitsschutz über allem steht. Auf der anderen Seite will man sich als Sportler immer vor maximal vielen Zuschauern präsentieren. Die Emotionen und das Adrenalin sind nicht dasselbe bei Geisterspielen. 

... den möglichen Modus bei Fortführung der Südbadenliga: Ich bin mir sicher, dass alles dafür getan wird, dieses Jahr sportliche Auf- und Absteiger zu ermitteln. Fakt ist aber auch, umso länger die Spielpause anhalten wird desto schwieriger wird es, einen halbwegs normalen Modus zu finden. Ich könnte mir im Extremfall sogar einen Turniermodus über ein paar wenige Wochen hinweg vorstellen. 

... den Videobeweis: Er macht bei perfekter Anwendung und Umsetzung den Sport fairer. Es geht bei vielen Profiligen mittlerweile um zu viel Geld, um eine im Extremfall Spiel- oder Saisonbeeinflussende Entscheidung lediglich dem Augenmaß eines Schiedsrichters aufzubürden. 

... die US-Wahl: Sie hat einen demokratisch gewählten Präsidenten hervorgebracht, der uns Europäern wieder mehr Planbarkeit und Solidität bringen wird. Das allein ist eine gute Sache und lässt hoffen, dass sich zukünftig viele wichtige Dinge in die richtige Richtung entwickeln werden.  

... seine Wünsche für 2021: Ich glaube, da geht es mir wie den meisten Menschen. Eine weitestgehende Rückkehr zur unbeschwerten Normalität wie wir sie bis Februar dieses Jahr gekannt haben. Die aktuellen Entwicklungen machen Hoffnung. 

Zur Person

Johannes Weide

Der 29-Jährige ist Rückraumspieler und Kapitän des Handball-Südbadenligisten TuS Ottenheim. Er lebt in Schwanau-Ottenheim und ist beruflich als Private Banker tätig.

Lukas Glunk startet in dieser Saison durch. ©Peter Heck
Lukas Glunk startet in dieser Saison durch. ©Peter Heck

Vor dem Lockdown war Lukas Glunk gewissermaßen der Shooting-Star der Handball-Südbadenliga. Mit 28 Treffern hat der Mittelmann des TuS Altenheim nach drei Spieltagen die Torjägerliste angeführt und mit einer frischen Spielweise begeistert. „Im Moment ist er fast mein wichtigster Akteur. Er trägt die Mannschaft“, hatte Trainer Stefan Bayer  geschwärmt.

Mit 30:26 setzte sich am Sonntag der TV Herbolzheim im Duell der Südbadenliga bei der SG Köndringen/Teningen II durch.

Mit einem 26:26 Unentschieden, bei dem die SG Muggensturm/Kuppenheim krankheitsbedingt auf die Routine von Robin Welzer und Ricardo Hörth verzichten musste, musste man sich beim Aufsteiger TVS Baden-Baden zufrieden geben. Der Grund für diesen Punktverlust ist dann auch schnell gefunden.

Johannes Weide (l.) und Nils Schneckenburger haben erst mal Handball-Pause. ©Handball-Server
Johannes Weide (l.) und Nils Schneckenburger haben erst mal Handball-Pause. ©Handball-Server Knapp vier Stunden vor Anpfiff musste am Sonntag die Partie der Handball-Südbadenliga zwischen dem TuS Ottenheim und dem TuS Helmlingen abgesetzt werden. Grund war ein positiver Fall im Umfeld der Mannschaft des TuS Ottenheim.

Der junge Dustin Ammel (am Ball) konnte die Freiräume nutzen, die nach der Manndeckung an Bastian Funke entstanden sind. ©Christoph Breithaupt
Der junge Dustin Ammel (am Ball) konnte die Freiräume nutzen, die nach der Manndeckung an Bastian Funke entstanden sind. ©Christoph Breithaupt Zuletzt hatte Südbadenligist HTV Meißenheim bereits mehrfach Ansätze gezeigt. Am Samstag klappte es dann beim 29:28 (14:15) gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach endlich mit den ersten Punkten. 

Max Hirtz und der TuS Helmlingen wollen in Ottenheim in die Erfolgsspur finden. ©Ulrich Marx
Max Hirtz und der TuS Helmlingen wollen in Ottenheim in die Erfolgsspur finden. ©Ulrich Marx Mit einer erneuten Auswärtspartie sind die Südbadenliga-Handballer des TuS Helmlingen am Sonntagnachmittag (17 Uhr) beim Aufsteiger TuS Ottenheim gefordert. Die Gastgeber konnten bisher aus zwei Spielen einen Punkt im Heimspiel beim 32:32 gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach holen. Der TuS Helmlingen wartet nach drei Spielen und einem schweren Auftaktprogramm weiter auf die ersten Zähler.

Julian Seigel musste nach 45 Minuten vom Feld, Tim Heuberger (r.) war am Kreis chancenlos. ©Christoph Breithaupt
Julian Seigel musste nach 45 Minuten vom Feld, Tim Heuberger (r.) war am Kreis chancenlos. ©Christoph Breithaupt Kurz vor Ende hatte Nico Baumann nur noch einen einsetzbaren Feldspieler auf der Bank – es zeigt das große Problem des TuS Schutterwald in diesen eh schon schwierigen Wochen. „Es hapert nicht nur spielerisch, sondern auch am Personal“, stellte der Coach des Oberligisten nach der 23:27 (11:14)-Heimniederlage im Südbaden-Derby gegen den TVS Baden-Baden nüchtern fest.

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