U23 der HSG Konstanz muss sich gegen Hefter und Co. dringend steigern.


Die U23 der HSG Konstanz, sie befindet sich aktuell nach einem tollen Saisonstart trotz Umbruchs und extrem jung aufgestellter Mannschaft in einem echten Negativlauf. Vier Spiele in Folge musste das jüngste Team der Liga abgeben, zuletzt trotz Führung und zahlreicher Gelegenheiten in der Schlussphase mit einem 0:5-Lauf gegen die SG Muggensturm/Kuppenheim. Nun wartet das bei den Erstvertretungen in der 3. Liga lange Jahre sehr emotional geführte Duell mit der Reserve der SG Köndringen/Teningen.

Wenn sich nun auch beide Teams nach dem Oberliga-Abstieg der Konstanzer und dem knappen Klassenerhalt der Breisgauer mit einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegszone in einer Klasse wiederfinden, das Konzept und die Besetzung beider Teams könnten unterschiedlicher nicht sein. Während bei den Gelb-Blauen vom Bodensee das jüngste Team der Liga mit einigen aktuellen und vielen letztjährigen A-Jugendspielern aufläuft, so mischen bei der zweiten Reservemannschaft der Südbadenliga immer wieder alte Drittliga-Legenden wie Ausnahme-Rechtsaußen Christian Hefter, seines Zeichens ewiger Drittliga-Rekordtorschütze, der immer wieder auch von Erstligisten umworben wurde, und andere ehemalige Drittligaspieler nach ihrem Karriereende in der ersten Mannschaft in der Zweiten auf. Oder aber aktuelle absolute Leistungsträger des Drittligateams wie Jonathan Fischer am Kreis und im Rückraum oder andere junge Talente aus der 3. Liga.

So unterschiedlich wie das Konstanzer Talentteam und die heterogen zusammengestellte Reserve der SG aufgestellt sind, so unterschiedlich verlaufen jedoch auch die aktuellen Leistungskurven. Während sich Konstanz nach vielen Verletzungen im Tief befindet und, so Trainer Matthias Stocker, „maximal 50 Prozent seines Leistungsvermögens abruft und immer wieder an sich selbst scheitert“, vor allem was die Chancenverwertung betrifft, holte Köndringen/Teningen fünf seiner bislang sieben Punkte nach misslungenem Start in den letzten vier Partien.

Wie kann man die, so Stocker nach der 32:36-Niederlage gegen Muggensturm/Kuppenheim weiter, „katastrophale Chancenverwertung, die den Sieg gekostet hat“ in den Griff bekommen? Da muss der B-Lizenzinhaber lachen: „Durch zahlreiche Wiederholungen freier Würfe. Es ist nur schwierig, dieselbe Drucksituation wie im Spiel zu erzeugen. Aber wir arbeiten daran.“ Schwarz ärgern könne er sich, meint der 29-Jährige, wenn es seine hochveranlagten Spieler „nicht hinbekommen, sich für ihre gute Angriffsleistung zu belohnen. Das Tempospiel und die Erarbeitung der Chancen passt ja.“ Sollte die Zahl der Fehlwürfe nun nicht drastisch sinken, der HSG-Coach sieht schwarz für die nächsten Partien. „Mit dieser Effektivität können wir gegen jeden verlieren. Wir müssen zusehen, dass wir das wieder besser hinbekommen.“

Mit Christian Hefter, gegen den er schon einige Schlachten geschlagen hat, hat sich der ehemalige Zweitligaspieler schon ausgetauscht. Die schlechte Nachricht: Wie schon bei Hofweier mit Sebastian Groh ist auch Christian Hefter gegen die HSG Konstanz besonders motiviert und nun wieder mit an Bord. „Wir nehmen es, wie es kommt, wir haben auch Perspektivspieler, die auf dem Sprung in die Erste sind“, erklärt er und unterstreicht: „Wir müssen einfach unser Niveau abliefern, denn mit der Leistung der letzten vier Wochen wird nichts zu holen sein.“

SG Köndringen/Teningen  HSG Konstanz

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